Nahost

Hat ein Tadschike für den Iran Ziele in Israel ausgespäht?

Der Verhaftete soll dem iranischen Geheimdienst auch Informationen über den genauen Standort der Azrieli-Türme weitergegeben haben Foto: picture alliance / Photoshot

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Hat ein Tadschike für den Iran Ziele in Israel ausgespäht?

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. Er soll für Teheran Orte in Israel ausspioniert und weitere Spione angeworben haben

 02.07.2026 12:07 Uhr

Ein ausländischer Staatsbürger ist in Israel unter dem Verdacht der Spionage für den Iran festgenommen worden. Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet handelt es sich um einen Mann aus der islamisch geprägten früheren Sowjetrepublik Tadschikistan, der auch im Besitz eines russischen Passes ist. Gegen ihn sei bereits eine Anklageschrift bei Gericht eingereicht worden.

Dem Verdächtigen wird unter anderem vorgeworfen, während des jüngsten Kriegs mit dem Iran Einschlagsorte iranischer Raketen übermittelt zu haben. Zudem soll er dem iranischen Geheimdienst Informationen über den genauen Standort der Azrieli-Türme weitergegeben haben, einem markanten Hochhausensemble in der Küstenmetropole Tel Aviv. 

Mutmaßliche Aufnahmen im Auftrag des Irans

Überdies habe der Tadschike im Auftrag des Irans den Hafen von Haifa fotografiert und versucht, Aufnahmen einer »sicherheitsrelevanten Anlage im Norden Israels« zu machen. Er soll auch aktiv an der Rekrutierung weiterer potenzieller Spione für Teheran beteiligt gewesen sein.

Nach Angaben der Behörden steht er seit Jahresbeginn in Kontakt mit einem iranischen Auslandsagenten. Der erste Kontakt sei über ein scheinbar harmloses Jobangebot zustande gekommen. Zwar habe der Verdächtige nach einiger Zeit erkannt, dass es sich um einen iranischen Agenten handelte, den Kontakt jedoch dennoch fortgesetzt.

In den vergangenen Jahren hatte es auch häufiger Festnahmen von Israelis gegeben, die der Spionage für den Erzfeind Iran verdächtigt wurden. dpa

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