Berlin

Initiative zum Tag der Liebe

Pears Jüdischer Campus, Berlin Foto: picture alliance / Joko

Pünktlich zu dem am Freitagabend beginnenden Tu beAw startet die Berliner Stiftung Jüdischer Campus eine bundesweite »Jewish Matchmaking Initiative«. Tu beAw ist im jüdischen Kalender der 15. Tag des Monats Aw und gilt als Fest der Liebe.

Einer Information der Stiftung zufolge will die Initiative nun jüdische Menschen bei der Suche nach einem jüdischen Lebenspartner unterstützen. Damit soll ihnen »der Weg zu einem gemeinsamen Zuhause, gegründet auf jüdischen Werten, Kultur und Tradition, erleichtert werden«. Unterstützt vom Zentralrat der Juden in Deutschland setze die Stiftung damit ein zukunftsweisendes Zeichen für die Stärkung jüdischen Lebens in der Bundesrepublik.

»Zum ersten Mal gibt es in Deutschland eine strukturierte Matchmaking-Initiative, die junge Menschen ermutigt und dabei begleitet, jüdische Familien zu gründen, Traditionen weiterzugeben und mit der tiefen Freude des Judentums zu leben«, erklärt Rabbiner Yehuda Teichtal, Vorsitzender der Stiftung Jüdischer Campus.

Bedürfnisse einer modernen Generation

Die Initiative stehe in der Tradition jüdischer Werte und reflektiere zugleich die Bedürfnisse einer modernen Generation, die nach Sinn, Verbindung und spiritueller Tiefe sucht. Sie richte sich an junge Erwachsene in ganz Deutschland und werde von einem professionellen Team begleitet.

Lesen Sie auch

Wie die Stiftung mitteilt, sollen sich Interessierte auf der Webseite www.jewish-matchmaking.com anmelden können. Voraussetzung ist eine Empfehlung durch einen Rabbiner, der die halachische jüdische Zugehörigkeit bestätigt.

Die dort erhobenen Informationen werden evaluiert und vertraulich behandelt. Neben der digitalen Vermittlung soll es auch persönliche Gespräche geben, die diskret und individuell erfolgen. Zudem plant die Initiative regelmäßig kleinere Begegnungsformate sowie größere Events, die Raum für Austausch, Begegnung und Vernetzung schaffen. Das Angebot richte sich nicht ausschließlich an orthodoxe Interessierte, sondern steht allen Jüdinnen und Juden offen.

Getragen wird das Projekt von der Stiftung Jüdischer Campus, die in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport aktiv ist und Träger des 2023 in Berlin-Wilmersdorf eröffneten Campus mit Kita, Grundschule, Gymnasium und Sport- und Veranstaltungshalle ist. Der Vorsitzende der Stiftung ist Rabbiner Yehuda Teichtal. Dem Kuratorium gehören unter anderem der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, Springer-Vorstand Mathias Döpfner und die Schauspielerin Iris Berben an.

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

 24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  20.09.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Damit die Namen bleiben

Jorge Steffen ist Germanist und engagiert sich für den Erhalt von Grabsteinen

von Gerhard Haase-Hindenberg  20.09.2026