Stuttgart

15-Jähriger überfallen

»Gewaltausbrüche und Mobbing unter Kindern und Jugendlichen sind ein wachsendes Problem«, heißt es in einer IRGW-Presseerklärung Foto: imago

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist ein 15-jähriger jüdischer Junge aus Stuttgart in der Nacht von vergangenem Donnerstag auf Freitag in der Stadt antisemitisch beleidigt und schwer verletzt worden. Die Täter sollen nach Aussagen des Jungen unter anderem »Scheißjude« gerufen haben. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.

Die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden-Württembergs (IRGW) äußerte ihr Entsetzen über die Tat. Barbara Traub, Sprecherin der IRGW: »In den vergangen 18 Jahren, in denen ich in Stuttgart bin, ist ein solcher brutaler Angriff auf einen jüdischen Jugendlichen noch nicht vorkommen.« Mit Sorge beobachte sie die vermehrten antisemitischen Angriffe. »Vor einigen Tagen war es der Vandalismus an der Umfassungsmauer des Gemeindezentrums, jetzt der Übergriff auf den Jugendlichen.« In den nächsten Tagen wolle sie mit der Polizei Gespräche führen. »Es kann nicht sein, dass man einen solchen Akt lediglich als Jugendgewaltkriminalität abtut.«

Der Junge ist laut IRGW mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden, stehe aber noch unter Schock. ja

Jewrovision

Feuerwerk von Talenten

Leipzig feiert ein Comeback, andere Jugendzentren wie Bremen, Hamburg oder Westfalen schließen sich für Auftritte zusammen. Der Countdown zum größten Event für jüdische Jugendliche läuft

von Christine Schmitt  22.04.2026

Programm

Chassidischer Workshop, uralter Blockbuster und eine vergessene Heldin: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. April bis zum 30. April

 22.04.2026

Berlin

Israelischer Starkoch auf den Spuren seiner deutschen Großmutter

Schnitzel - das klingt erst einmal sehr deutsch. Dieses Schnitzel allerdings kommt anders daher. Ein Besuch im Berliner Restaurant »Berta«, das ein israelischer Starkoch nach seiner deutschen Großmutter benannt hat

von Nina Schmedding  22.04.2026

78 Jahre Israel

Masal Tow

Auf den Gedenktag Jom Hasikaron folgt der Unabhängigkeitstag Jom Haazmaut. Wir haben Jüdinnen und Juden gefragt, was sie dem Land wünschen

von Katrin Richter  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Berlin

Abbruch nach Antisemitismus bei Makkabi-Spiel

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der antisemitischen Volksverhetzung und Beleidigung

 20.04.2026

Essay

Darf es mir gut gehen …?

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden. Unsere Autorin Barbara Bišický-Ehrlich plädiert für die Hoffnung als Lebensprinzip in dunklen Zeiten

von Barbara Bišický-Ehrlich  20.04.2026

Porträt der Woche

Der Klang eines neuen Lebens

Hannah Katz stammt aus Boston und fühlt sich, auch wegen der Musik, in Berlin zu Hause

von Alicia Rust  19.04.2026

Gedenken

Das Buch der Erinnerung

Zu Jom Haschoa las Ilan Birnbaum aus den Schilderungen seines Vaters

von Luis Gruhler  19.04.2026