Berlin

Abbruch nach Antisemitismus bei Makkabi-Spiel

Die Anfeindung kam natürlich nicht aus dem Makkabi-Block (Archiv-Bild) Foto: IMAGO/Nordphoto

Eine Fußballpartie in der Berliner Bezirksliga zwischen den zweiten Mannschaften des SSC Teutonia 1899 und TuS Makkabi ist am Sonntagnachmittag nach einer mutmaßlich antisemitischen Beleidigung abgebrochen worden.

Ein Zuschauer habe den Kapitän des jüdischen Vereins Makkabi wegen dessen Armbinde angesprochen und ihn anschließend beleidigt, teilte die Polizei am Montag mit. Die Mannschaft des TuS Makkabi habe sich daraufhin entschieden, das Spiel nicht fortzusetzen. Der Schiedsrichter brach die Partie ab.

Tatverdächtiger wurde identifiziert

Anwesende Polizeikräfte konnten einen 52-jährigen Mann als Tatverdächtigen identifizieren. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der antisemitischen Volksverhetzung und Beleidigung.

Der TuS Makkabi wurde ursprünglich unter dem Namen »Bar Kochba« im Jahr 1898 gegründet und im Jahr 1970 neu gegründet. Die erste Mannschaft spielt derzeit in der fünften Liga und feierte im Juni 2023 mit dem Sieg im Berliner Landespokal und dem damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal ihren größten Erfolg. epd

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