Facebook

Mark Zuckerbergs Entschuldigung

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Foto: dpa

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich nach dem Ende des Versöhnungstages für den Missbrauch von Facebook im vergangenen jüdischen Jahr entschuldigt. Am Samstagabend (Motzei Jom Kippur) schrieb er: »Heute endet Jom Kippur, der heiligste Tag des Jahres für Juden, an dem wir über das vergangene Jahr reflektieren und um Entschuldigung für unsere Fehler bitten. Ich bitte diejenigen um Verzeihung, die ich dieses Jahr verletzt habe.«

Weiter schrieb Zuckerberg: »Für Arten und Weisen, durch die meine Arbeit dazu benutzt wurde, Menschen auseinanderzubringen anstatt zusammenzubringen, bitte ich um Vergebung. Ich werde dafür arbeiten, es besser zu machen.« Konkret wurde Zuckerberg nicht. Sein Post endete mit den Worten: »Möget ihr alle eingeschrieben sein in das Buch des Lebens.« Gemeint war nicht Facebook.

Kommentar
e Zuckerbergs Post wurde bis Montagmorgen mehr als 11.000-mal kommentiert, fast 7000-mal geteilt und erhielt fast 170.000 »Likes«. Viele User dankten Zuckerberg und schlossen sich ebenfalls mit guten Wünschen an. Andere kritisierten und merkten mit Zynismus an, der frühere Atheist gebe sich plötzlich so religiös, dass er offenbar höhere politische Ämter anstrebe.

User Jack Schuldenfrei schrieb: »Ich respektiere Sie jetzt mehr als vorher. Facebook ist eigentlich eine gute Sache, aber das Problem ist die Geschwindigkeit, mit der wir Informationen aufnehmen. Eine falsche Überschrift verbreitet sich wie Feuer, und das ist ein Grund für die Spaltungen. Aber natürlich ist immer jemand anders dafür verantwortlich, nie man selbst.« ag

Video

Pessach verstehen: Bedeutung, Bräuche und Traditionen

Rabbiner Dovid Gernetz erläutert die religiöse und historische Bedeutung von Pessach

von Jan Feldmann  01.04.2026

Chol HaMoed

Warum der Esel?

Das Grautier steht in der biblischen Geschichte für die Kraft, die den Menschen an seine niederen körperlichen Bedürfnisse bindet

von Vyacheslav Dobrovych  01.04.2026

Schemini

Fremdes Feuer

Wer mehr tut als geboten, läuft Gefahr, dass Frömmigkeit zur Selbstdarstellung wird

von Rabbiner Bryan Weisz  01.04.2026

Meinung

Hauptsache, Israel steht am Pranger!

Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick

von Wolf J. Reuter  01.04.2026

Mascha Malburg

Jerusalem ist allen heilig

Regelmäßig knirscht es vor Ostern zwischen Christen und den israelischen Behörden. Unsere Redakteurin wünscht sich nach dem neuesten Vorfall an der Grabeskirche mehr gegenseitiges Verständnis

von Mascha Malburg  31.03.2026

Psychologie

Mizrajim ist wie die Enge in der Brust

Aus chassidischer Sicht geht es an Pessach nicht darum, der Bitterkeit schnellstmöglich zu entfliehen. Wir müssen sie durchleben

von Rabbiner David Kraus  31.03.2026

Exodus

Türen öffnen, Freiheiten erobern

Der Auszug aus Ägypten ist ein Appell, den Mut zu haben, uns der Welt zuzuwenden – auch wenn sie noch so bedrohlich erscheint

von Shoshana Ruerup  31.03.2026

Essay

Das fünfte Glas

Beim Seder füllen wir voller Hoffnung einen Becher Wein für Elijahu – doch er bleibt unberührt. Es ist eine Geduldsprobe, ein ritualisiertes Sehnen. Wir wissen: Seine Zeit wird kommen

von Rabbiner Noam Hertig  31.03.2026

Talmudisches

Der jüdische Sindbad

Wenn Wale zu Inseln werden: Was unsere Weisen über die Abenteuer des Rabba bar bar Hana erzählen

von Detlef David Kauschke  29.03.2026