Arlington (Virginia)

USA haben Großteil ihrer Langstreckenraketen im Iran-Krieg verbraucht

Das Pentagon in Arlington (Virginia) bei Washington D.C. Foto: picture alliance / Anadolu

Nach den militärischen Einsätzen gegen den Iran sind die Bestände der USA an präzisionsgelenkten Langstreckenraketen offenbar stark geschrumpft. Wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, wurden im Verlauf der Operation »Epic Fury« nahezu sämtliche verfügbaren Army Tactical Missile Systems (ATACMS) sowie Precision Strike Missiles (PrSM) eingesetzt. CBS News und andere Sender und Publikationen berichteten.

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass die Vereinigten Staaten sowohl bei Abfangraketen als auch bei weitreichenden Präzisionswaffen unter zunehmendem Druck stehen. Demnach habe sich insbesondere zu Beginn des Krieges gezeigt, dass der hohe Verbrauch moderner Munition langfristig kaum aufrechterhalten werden könne.

Nach Angaben von US-Regierungsvertretern sind nicht nur die Vorräte an ATACMS und PrSM begrenzt. Als noch gravierender gilt demnach die Lage bei den Abfangsystemen Patriot und THAAD. Diese würden derzeit schneller verbraucht, als die Rüstungsindustrie Ersatz produzieren könne.

»Erfolgreiche Operationen«

Eine Analyse des Center for Strategic and International Studies (CSIS) kommt zu dem Schluss, dass die Vereinigten Staaten vor Beginn des Krieges über rund 2330 Patriot-Abfangraketen verfügten. Ende Juli soll dieser Bestand nur noch zwischen 759 und 827 gelegen haben. Die Zahl der THAAD-Abfangraketen sei im selben Zeitraum von 452 auf schätzungsweise 234 bis 278 gesunken. Einer weiteren Untersuchung des Instituts zufolge dürfte es mindestens bis Mitte 2029 dauern, ehe die Bestände wieder das Vorkriegsniveau erreichen.

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Das Pentagon in Arlington (Virginia) weist Sorgen über die Einsatzfähigkeit der US-Streitkräfte jedoch zurück. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte gegenüber CBS News: »Das amerikanische Militär ist das schlagkräftigste der Welt und verfügt über alles, was es braucht, um zu dem Zeitpunkt und an dem Ort zu handeln, den der Präsident bestimmt. Wir haben in mehreren Einsatzgebieten erfolgreiche Operationen durchgeführt und gleichzeitig sichergestellt, dass die US-Streitkräfte über ein umfangreiches Arsenal an Fähigkeiten verfügen, um unsere Bevölkerung und unsere Interessen zu schützen.«

Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Warnungen vor schwindenden Munitionsbeständen bereits im Juni zurückgewiesen. »Das ist eine erfundene Geschichte, die von den Medien verbreitet wird. Unsere Bestände sind hervorragend und werden sogar immer stärker«, sagte er damals.

Chance for »Enthauptung«

Unterdessen ruhen die amerikanischen Angriffe auf den Iran erneut. Präsident Donald Trump begründete dies mit diplomatischen Bemühungen im Zusammenhang mit der Straße von Hormus. Zugleich machte er deutlich, dass großangelegte Militärschläge jederzeit wieder aufgenommen werden könnten, falls Teheran den amerikanischen Forderungen nicht nachkomme.

Im Oval Office sagte Trump am Montag: »Ich will ihnen jede letzte Chance geben, bevor sie enthauptet werden.« im

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