Nahost

US-Tankflugzeug bei Einsatz im Irak abgestürzt

Mehere Boeing KC-135 Stratotanker der amerikanischen Luftwaffe stehen Ende Februar auf dem Ben-Gurion-Flughafen zwischen Tel Aviv und Lod. Foto: picture alliance / newscom

Ein Tankflugzeug des amerikanischen Militärs ist während eines Einsatzes im Irak abgestürzt. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte, das United States Central Command, am Donnerstag mit. Vier Soldaten kamen dabei um.

Bei der Maschine handelte es sich nach Angaben aus Militärkreisen um eine Boeing KC‑135 Stratotanker. Das Flugzeug war an einer Mission beteiligt, in deren Rahmen Kampfflugzeuge in der Luft betankt wurden. Rettungskräfte seien unmittelbar nach dem Absturz im Westen des Irak zur Unglücksstelle geschickt worden.

Versursacht wurde der Absturz offenbar durch einen Vorfall, in den ein weiteres Flugzeug involviert war. Die zweite Maschine landete später sicher auf dem Ben-Gurion-Flughafen in Israel.

Zwei Flugzeuge beteiligt

Nach Angaben des Militärs war der Absturz nicht durch feindlichen Beschuss oder sogenanntes »Friendly Fire« verursacht worden. In einer kurzen Mitteilung bezeichnete das Kommando die Maschine als »einen Verlust«. Das Regionalkommando erklärte zudem, dass zwei Tankflugzeuge an der Mission beteiligt gewesen seien. Während eines davon sicher landen konnte, ging die zweite Maschine in der Wüste im Westen des Landes verloren.

Lesen Sie auch

»Mehr Informationen werden veröffentlicht, sobald sich die Lage weiter entwickelt«, teilte das Kommando mit. Man bitte um Geduld, um zusätzliche Details zu sammeln und den Familien der Soldaten Klarheit geben zu können.

Der Absturz ist bereits der vierte bekannte Verlust eines amerikanischen Flugzeugs seit Beginn des Iran-Kriegs. Erst in der vergangenen Woche waren drei Kampfflugzeuge vom Typ F‑15E Strike Eagle versehentlich von kuwaitischen Verbündeten abgeschossen worden. Die sechs Piloten konnten sich jedoch mit Schleudersitzen retten und überlebten.

Sieben US-Soldaten tot

Das US-Verteidigungsministerium hatte Anfang der Woche zudem eine erste Bilanz der bisherigen Gefechte veröffentlicht. Demnach sind vor dem Absturz sieben amerikanische Soldaten im Krieg gegen Iran ums Leben gekommen. Nun sind es elf. Rund 140 weitere US-Soldaten wurden verletzt, acht davon schwer.

Sechs der Soldaten starben, als eine iranische Drohne kurz nach Beginn der militärischen Offensive Ende Februar ein Operationszentrum in einem zivilen Hafen in Kuwait traf. Ein weiterer Soldat erlag später seinen Verletzungen, die er bei einem Angriff auf die Luftwaffenbasis Prince Sultan in Saudi-Arabien erlitten hatte. Hinzu kommen die Absturzopfer.

Der abgestürzte Tanker gehört zu einer Flugzeugfamilie, die bereits seit mehr als sechs Jahrzehnten im Dienst der US-Luftwaffe steht. Die Konstruktion basiert auf der Boeing 707, die in der zivilen Luftfahrt längst nicht mehr verwendet wird. Für militärische Zwecke werden diese Maschinen aufwändig umgebaut.

Die US-Luftwaffe verfügte zuletzt über insgesamt 376 Maschinen dieses Typs. Sie sind sowohl bei aktiven Einheiten als auch in der Nationalgarde und der Reserve im Einsatz. Normalerweise besteht die Besatzung aus drei Personen. Warum sich bei dem aktuellen Flug mehr Crewmitglieder an Bord befanden, blieb zunächst offen. im

Internationaler Strafgerichtshof

»Begünstigung von Kriegsverbrechen«: Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Hintergründe

 18.04.2026 Aktualisiert

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

ZDF-Politbarometer

Auf Bundesebene: AfD erstmals stärkste Kraft

Die rechtsextreme Partei profitiert von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung

 17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026