Sacramento/Washington D.C.

FBI warnt vor möglichem iranischem Drohnenangriff auf Kalifornien

Das J. Edgar Hoover Building in Washington DC ist die Zentrale des FBI. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die US-Bundespolizei FBI hat Sicherheitsbehörden in Kalifornien vor einem möglichen iranischen Vergeltungsangriff mit Drohnen gewarnt. Hintergrund ist der Krieg zwischen der USA und Israels gegen das Regime in Teheran. ABC News berichtete.

In einem internen Hinweis an Polizeidienststellen im Bundesstaat heißt es laut Medienberichten, Teheran habe bereits Anfang Februar erwogen, einen Überraschungsangriff auf Ziele an der amerikanischen Westküste durchzuführen. Demnach könnten unbemannte Fluggeräte von einem unbekannten Schiff vor der Küste gestartet werden.

Wörtlich heißt es in der Mitteilung: »Wir haben kürzlich Informationen erhalten, wonach Iran Anfang Februar 2026 angeblich plante, im Falle von US-Angriffen auf Iran einen Überraschungsangriff mit unbemannten Luftfahrzeugen von einem nicht identifizierten Schiff vor der Küste der Vereinigten Staaten aus durchzuführen, insbesondere gegen nicht näher bezeichnete Ziele in Kalifornien.« Zugleich wird betont: »Wir haben keine weiteren Informationen über Zeitpunkt, Methode, Ziel oder Täter dieses mutmaßlichen Angriffs.«

Maßnahmen in Vorbereitung

Die Warnung wurde Ende Februar verteilt – also noch bevor die USA und Israel mit Luftangriffen auf iranische Ziele begannen. Nach Einschätzung amerikanischer Sicherheitskreise hat die inzwischen seit fast zwei Wochen andauernde Bombardierung iranischer Einrichtungen die Fähigkeiten Teherans, einen solchen Angriff auszuführen, erheblich gemindert.

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Auch andere mögliche Bedrohungen durch Drohnen beschäftigen derzeit die US-Sicherheitsbehörden. Geheimdienstmitarbeiter beobachten seit einiger Zeit mit Sorge, dass mexikanische Drogenkartelle verstärkt auf unbemannte Fluggeräte setzen.

Die Regierung des Bundesstaates Kalifornien erklärte, man arbeite eng mit lokalen und bundesstaatlichen Behörden zusammen, um die Bevölkerung zu schützen. Das Büro von Gouverneur Gavin Newsom teilte mit, die zuständige Katastrophenschutzbehörde koordiniere derzeit entsprechende Maßnahmen.

Aus verschiedenen Richtungen

Auch das Sheriff-Büro von Los Angeles kündigte verstärkte Sicherheitsvorkehrungen an. Angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage halte man eine erhöhte Einsatzbereitschaft aufrecht. In einer Erklärung heißt es: »Aus reiner Vorsicht und angesichts aktueller religiöser Feiertage hat die Behörde die Patrouillen rund um Gotteshäuser, kulturelle Einrichtungen und andere wichtige Orte im gesamten County weiter verstärkt.«

Der frühere Geheimdienstchef des Heimatschutzministeriums, John Cohen, warnte zudem vor möglichen Angriffen aus verschiedenen Richtungen. ABC News zitierte ihn mit den Worten: »Wir wissen, dass Iran in Mexiko und Südamerika stark präsent ist, Beziehungen hat, über Drohnen verfügt und nun auch einen Anreiz für Angriffe hat.« im

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