Wahl zum Abgeordnetenhaus

Umfrage: Linke in Berlin auf Platz eins

Elif Eralp, Spitzenkandidatin für Die Linke Berlin, will Regierende Bürgermeisterin werden. Foto: picture alliance/dpa

Rund eineinhalb Monate vor der Abgeordnetenhauswahl liegt die Linke laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage vorn. Wenn am nächsten Sonntag gewählt würde, käme die Partei nach der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des »Tagesspiegel« auf 21 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als bei der Civey-Umfrage Anfang Juli. Die Berliner CDU landete mit unverändert 19 Prozent auf Platz zwei.

Dahinter folgt mit 18 Prozent die AfD (+ 1 Prozentpunkt). Die Grünen kommen den Daten zufolge unverändert auf 17 Prozent. Mit 12 Prozent (- 1 Prozentpunkt) liegt die Berliner SPD noch deutlich dahinter.

Was bringt Wegners Rückzug bisher?

Derzeit regiert in Berlin eine Koalition aus CDU und SPD. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) tritt bei der nächsten Wahl nicht mehr an. Vor etwa einem Monat war er als Spitzenkandidat seiner Partei zurückgetreten, nachdem es Debatten um seine Angaben zum Krisenmanagement und ein Tennisspiel während eines großen Stromausfalls im Januar gegeben hatte.

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Anstelle von Wegner soll nun Finanz- und Kultursenator Stefan Evers für die Partei als Spitzenkandidat antreten. Von dem Wechsel könne die CDU bisher aber anscheinend nicht profitieren, schrieb der »Tagesspiegel«. Anders war das in einer Befragung von Infratest Dimap im Auftrag des rbb Mitte Juli.

In der neuen Umfrage für den »Tagesspiegel« würden jeweils drei Prozent der Befragten FDP und BSW wählen, wenn am Sonntag Abgeordnetenhauswahl wäre. Beide Parteien würden damit nach derzeitigem Stand den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen. An der Umfrage haben sich im Zeitraum vom 20. Juli bis 3. August den Angaben zufolge rund 3000 Personen beteiligt. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei 3,5 Prozentpunkten.

Insa-Umfrage kam zu anderen Ergebnissen

Bei einer ebenfalls repräsentativen, am 23. Juli veröffentlichten Insa-Umfrage im Auftrag des Portals »Nius« lag die AfD vorn. Sie kam bei der Sonntagsfrage auf 19 Prozent. CDU und Linke folgten mit jeweils 18 Prozent dicht dahinter. Die Grünen erreichten 16 Prozent, die SPD 13 Prozent, FDP und BSW jeweils 4 Prozent.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. dpa

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