Washington D.C.

Trump löscht umstrittenes KI-Bild, das ihn als Jesus Christus zeigt

Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / Sipa USA

US-Präsident Donald Trump hat mit einem inzwischen gelöschten KI-Bild auf seiner Plattform Truth Social heftige Reaktionen ausgelöst. Das Motiv zeigte Trump, wie er einen kranken Mann heilt, umgeben von Anhängern sowie patriotischen Symbolen wie US-Flagge, Weißkopfseeadler und Freiheitsstatue. Zahlreiche Kritiker sahen darin eine Darstellung Trumps als Jesus Christus.

Christus ist ein jüdischer Hoheitstitel. Im Urchristentum wurde er zum Beinamen für den Juden Jesus von Nazareth.

Besonders bemerkenswert: Der Gegenwind kam nicht nur von politischen Gegnern, sondern auch aus konservativen Kreisen und dem eigenen Unterstützerlager. Mehrere prominente Trump-nahe Stimmen bezeichneten das Bild als respektlos.

Vor Journalisten vor dem Oval Office bestritt Trump die Interpretation. »Ich habe das gepostet, und ich dachte, es zeigt mich als Arzt und hatte mit dem Roten Kreuz zu tun (...), das wir unterstützen. Nur die Fake News konnten daraus so etwas machen«, sagte er laut amerikanischen Medien.

Politische Bilanz

Weiter erklärte Trump: »Es soll mich als Arzt zeigen, der Menschen gesund macht. Und ich mache Menschen gesund.« Das Bild verschwand später wieder von seinem Account.

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Der konservative Kommentator Bonchie forderte Trump auf, sich zu entschuldigen. Manche Dinge könnten nicht mit einem gewöhnlichen Online-Streit abgetan werden, schrieb er. Es gehe hier um Gotteslästerung. Auch weitere konservative Stimmen meldeten sich zu Wort. Der Aktivist Brilyn Hollyhand erklärte: »Der Glaube ist keine Requisite.« Trumps politische Bilanz müsse für sich selbst sprechen, er müsse sich nicht als Erlöser darstellen.

Kritik kam ebenso aus liberalen Medien und von politischen Gegnern. Der Kommentator Cenk Uygur schrieb, er könne nicht fassen, dass Trump ein »gotteslästerliches Bild« veröffentliche, das ihn mit Jesus Christus vergleiche. Der NBC-Journalist Richard Engel stellte die Frage, ob Trump scherze oder tatsächlich glaube, auf die Ebene eines Propheten erhoben worden zu sein.

Streit mit dem Vatikan

Andere wiederum nahmen den Vorgang mit Humor. Autorin Bridget Phetasy erklärte, Verwandte von ihr würden ähnliche Trump-als-Jesus-Memes bereits seit Jahren in sozialen Medien teilen.

Der Vorgang fiel in eine Phase neuer Spannungen zwischen Trump und Papst Leo XIV. Trump hatte das Kirchenoberhaupt kurz zuvor als außenpolitisch »schrecklich« bezeichnet und ihm vorgeworfen, der radikalen Linken entgegenzukommen. im

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