Washington D.C.

Trump lehnt iranisches Angebot ab, Blockade bleibt

Präsident Donald Trump am Mittwoch im Oval Office Foto: picture alliance / Newscom

US-Präsident Donald Trump hält im Konflikt mit dem Iran an seiner Linie fest und setzt weiterhin auf eine Seeblockade, um Teheran zu Zugeständnissen im Atomstreit zu zwingen. Ein von iranischer Seite vorgeschlagener Kompromiss, zunächst die Straße von Hormus zu öffnen und Gespräche später zu führen, wurde aus Washington zurückgewiesen. Amerikanische Publikationen, darunter »Axios«, berichteten.

Nach Darstellung des Präsidenten ist die Blockade derzeit das wirksamste Instrument. Die Maßnahme sei »etwas effektiver« als Bombardierungen. »Sie ersticken wie ein vollgestopftes Schwein. Und es wird noch schlimmer für sie. Sie dürfen keine Atomwaffe haben«, sagte Trump.

Parallel zur diplomatischen Auseinandersetzung bereitet das US-Militär offenbar verschiedene Szenarien vor. Das für die Region zuständige United States Central Command hat laut informierten Kreisen Pläne für eine kurze, intensive Angriffswelle ausgearbeitet, die gezielt Infrastruktur treffen könnte. Ziel wäre es demnach, die festgefahrenen Verhandlungen in Gang zu bringen und Teheran zu mehr Entgegenkommen zu bewegen.

Bevorzugtes Druckmittel

Noch hat Trump keinen solchen Einsatz angeordnet. Intern gilt die Blockade weiterhin als bevorzugtes Druckmittel. Gleichwohl wird im Weißen Haus offenbar ernsthaft über militärische Schritte nachgedacht, sollte der Iran nicht nachgeben.

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Für heute ist ein sicherheitspolitisches Treffen angesetzt, bei dem hochrangige Militärs dem Präsidenten neue Optionen vorstellen wollen. Diskutiert werden könnten neben Luftschlägen auch Maßnahmen zur Kontrolle der Straße von Hormus sowie mögliche Spezialoperationen zur Sicherung iranischer Uranbestände.

Ein ähnliches Briefing Ende Februar soll bereits Einfluss auf Trumps Entscheidung gehabt haben, militärisch gegen den Iran vorzugehen.

»Praktisch und beispiellos«

Aus iranischen Sicherheitskreisen kamen unterdessen scharfe Warnungen. Die US-Blockade werde »bald mit praktischen und beispiellosen Maßnahmen beantwortet«, hieß es in staatsnahen Medien. Zwar habe man bislang Zurückhaltung geübt, um der Diplomatie Raum zu geben. Zugleich wurde jedoch betont, die Geduld habe Grenzen und eine »harte Antwort« sei möglich, falls die Blockade bestehen bleibe.

Trotz der angespannten Lage laufen nach Angaben aus Washington weiterhin Gespräche. Trump sieht den Iran dabei unter wachsendem Druck und glaubt, dass Teheran grundsätzlich zu einer Einigung bereit ist. Der Präsident: »Sie wollen sich einigen. Sie wollen nicht, dass ich die Blockade aufrechterhalte. Ich will sie aber nicht aufheben, weil ich nicht will, dass sie eine Atomwaffe haben.« im

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