Nahost

Iran bietet USA Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormus an

Am Freitag fahren Boote durch die Straße von Hormus. Foto: picture alliance / REUTERS

Im Ringen zwischen Washington und Teheran gibt es laut einem Medienbericht einen neuen diplomatischen Vorstoß. Iran habe den USA vorgeschlagen, zunächst die Krise um die Straße von Hormus zu lösen und den Krieg zu beenden, schreibt »Axios«. Gespräche über das Atomprogramm sollen demnach erst später folgen.

Wie das Medium unter Berufung auf US-Vertreter und weitere informierte Quellen berichtet, wurde der Vorschlag über pakistanische Vermittler an Washington übermittelt. Demnach sieht das iranische Angebot vor, zunächst die wichtige Wasserstraße wieder vollständig zu öffnen und die militärische Eskalation zu beenden. Dazu könnte eine längere Waffenruhe vereinbart oder sogar ein dauerhaftes Kriegsende beschlossen werden. Erst danach sollen neue Verhandlungen über das iranische Atomprogramm beginnen.

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Öltransportwegen der Welt. Eine Blockade oder Einschränkung hat erhebliche Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt.

US-Regierung vor schwieriger Entscheidung

Dem Bericht nach ist bislang unklar, ob das Weiße Haus bereit ist, auf den Vorschlag einzugehen. Für US-Präsident Donald Trump wäre ein Ende der Blockade mit dem Verlust eines wichtigen Druckmittels verbunden.

Washington verlangt weiterhin, dass Iran die Urananreicherung für mindestens ein Jahrzehnt aussetzt und bereits angereichertes Uran außer Landes bringt. Gerade darüber soll es innerhalb der iranischen Führung jedoch keine einheitliche Linie geben.

Trump will sich laut Bericht heute mit seinen wichtigsten Sicherheits- und außenpolitischen Beratern beraten. Dabei soll es um den Stillstand in den Gesprächen und mögliche nächste Schritte gehen.

Geplante Gespräche abgesagt

In einem Interview mit Fox News deutete Trump an, vorerst an der Seeblockade festhalten zu wollen. Er übte erneut Druck auf Teheran aus, indem er sagte: »Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ihre Öl-Pipelines von innen heraus explodieren.«

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Die Spannungen verschärften sich dem Bericht zufolge nach einer Reise des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi nach Pakistan. Dort waren eigentlich Gespräche mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner vorgesehen.

Weil Teheran sich nicht klar zu dem Treffen bekannt habe, sagte Trump die Reise seiner Gesandten ab. Er erklärte gegenüber Axios: »Ich sehe keinen Sinn darin, sie unter den aktuellen Umständen auf einen 18-Stunden-Flug zu schicken.« Und weiter: »Die Iraner können uns anrufen, wenn sie wollen. Wir werden nicht reisen, nur um dort zu sitzen.«

Araghtschi führte anschließend Gespräche im Oman, bei denen es vor allem um die Straße von Hormus gegangen sein soll. Für Montag wurde zudem ein Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau erwartet. im

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