Berlin

»Tötet alle Juden«: Antisemitisches Graffiti in Pankow

An der Ueckermünder Straße in Berlin schmierten Judenhasser Mordaufrufe an Häuserwände. Foto: (privat)

In Berlin-Pankow haben Unbekannte antisemitische Parolen an Häuserwände geschmiert, darunter auch Mordaufrufe.

»Tötet alle Juden« stand an einem Mietshaus. »Nur ein toter Jude ist ein guter Jude« war an der Wand eines anderen Gebäudes zu lesen. Ein Mitglied einer jüdischen Gemeinde fotografierte die Schmierereien, zu denen auch ein Hakenkreuz gehörte. Darunter sollen arabische Schriftzeichen zu sehen gewesen sein.

Augenzeugen zufolge klebten Polizeibeamte die antisemitischen Parolen ab. Nach Auskunft der Pressestelle der Polizei wurden sie am Sonntag gegen 13.50 Uhr alarmiert.

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Derweil berichtet der »Tagesspiegel«, an derselben Ecke sei bereits vor einigen Tagen mit Graffiti-Schmierereien zur Ermordung von Juden aufgerufen worden.

Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, nahm zu den Mordaufrufen Stellung: »Es ist kein Zufall, dass die Täter auf Englisch schreiben. Das ist die «globalized Intifada», die sich seit Jahren auch auf deutschen Straßen formiert«, schrieb der Diplomat auf X. »Sicherheitsbehörden müssen diese globalen, dezentralen Terrororganisationen zerschlagen, anstatt sie nur zu beobachten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie zur Tat schreiten.«

Der Staatsschutz beim Berliner Landeskriminalamt ermittelt. Dieser verschickte am Dienstagmittag einen Zeugenaufruf. »Wer hat in den genannten Zeiträumen die Taten beobachtet?«, fragen die Ermittler. »Wer kann Hinweise zu den Identitäten der Täterinnen und/oder Täter geben? Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise zu den Taten geben?«

Entsprechende Informationen können entweder per E-Mail oder telefonisch (030-4664-953 528) übermittelt werden.

Unterdessen kommt es aufgrund der antisemitischen Schmierereien und Mordaufrufe in Pankow zu einer Mahnwache gegen Judenhass am 3. Mai. Um 16.30 beginnt die Kundgebung am S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee. jf/im

The OpenAI logo is displayed on a mobile phone screen in this photo illustration, as artificial intelligence tools continue to expand across consumer and business applications in Brussels, Belgium, on February 28, 2026. (Photo by Jonathan Raa/NurPhoto)

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