Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Abgeklebte rechtsextreme Schmierereien an der Fassade der Synagoge in Cottbus. Foto: picture alliance/dpa

Die Synagoge in Cottbus ist in der Nacht zu Montag erneut mit rechtsextremen Symbolen beschmiert worden. Eine Polizeistreife habe gegen 3.30 Uhr ein aufgemaltes 1,50 mal zwei Meter großes Hakenkreuz an dem Gebäude entdeckt, sagte Polizeisprecher Sascha Erler am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Schmiererei mit schwarzer Farbe sei zunächst überklebt worden und werde im Laufe des Tages entfernt. Zuerst hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) darüber berichtet.

Es ist der zweite antisemitische Vorfall an der Synagoge innerhalb weniger Tage. Bereits am Freitag hatten Unbekannte das Gebäude in der Cottbuser Innenstadt mit einem judenfeindlichen Schriftzug beschmiert. In beiden Fällen ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.

Laut Erler sollen unter anderem mögliche Videoaufzeichnungen ausgewertet werden. Zudem soll mit der Gemeinde über eine Verstärkung von Schutzmaßnahmen gesprochen werden.

Rauchbombe gegen alternatives Wohnprojekt

Bei einem weiteren mutmaßlich rechtsextremen Vorfall wurde in der Nacht zu Montag in dem Cottbuser alternativen Wohnprojekt »WK51« eine Rauchbombe gezündet, wie die »Initiative Sichere Orte Südbrandenburg« am Montag mitteilte. Aufgrund einer Vielzahl vorheriger Vorfälle gehe die Initiative von einer politisch motivierten Tat aus.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass der Sprecher der Initiative, ein evangelischer Pfarrer, bedroht wird. Demnach hatten zwei Unbekannte in dessen Wohnhaus die Haustür eingetreten und vor seiner Wohnungstür randaliert. Sie hinterließen rechte Sticker. Laut Brandenburger Verfassungsschutz ist Cottbus eine »Hochburg des Rechtsextremismus«. epd

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026