Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mitglieder der Synagogen Gemeinde zu Magdeburg feiern mit Gesängen die Ankunft der neuen Torarolle in der Synagoge. Die in Israel gefertigte Tora wurde zuvor von dem Rabbiner der Gemeinde während einer feierlichen Zeremonie vollendet. Foto: picture alliance/dpa

Die Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg hat seit Dienstag eine neue Torarolle. Zum Fest der Toravollendung in der Neuen Synagoge waren neben vielen Gemeindemitgliedern und Freunden auch Mitglieder der Landesregierung von Sachsen-Anhalt anwesend.

»Mehr als 30 Jahre haben Mitglieder der jüdischen Gemeinde, Wegbegleiter und Freunde für die neue Torarolle gespendet«, sagte die Vorsitzende der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg, Inessa Myslitska.

Die mit der Hand auf Pergament geschriebene Schriftrolle enthält die fünf Bücher Mose, wie sie auch das Alte Testament der christlichen Bibel enthält.

Im Rahmen des Festes wurden einige symbolische Schriftzeichen wie Kronen in der Schriftrolle ergänzt. Anschließend wurde die Torarolle mit einem kunstvoll bestickten »Mantel« umhüllt und bei einer festlichen Prozession um die Synagoge eingeweiht. Mit Gebeten, Gesang und Tänzen wurde die neue Schriftrolle in den Toraschrein der Synagoge gebracht. Landesrabiner Daniel Fabian bezeichnete die gemeinsame Feier von Juden und vielen ihrer Freunde in Sachsen-Anhalt als Zeichen für Hoffnung.

Vier jüdische Gemeinden in Sachsen-Anhalt

Die Neue Synagoge in Magdeburg wurde im Jahr 2023 eingeweiht. Zum Landesverband Jüdischer Gemeinden gehören in Sachsen-Anhalt vier anerkannte jüdische Gemeinden mit zusammen etwa 1.300 Mitgliedern: neben der Synagogen-Gemeinde zudem die liberale Jüdische Gemeinde in Magdeburg sowie je eine Gemeinde in Halle an der Saale und Dessau-Roßlau.

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