Washington D.C.

Rubio verteidigt Iran-Kurs: »Wir werden unsere Ziele in Wochen erreichen«

Außenminister Marco Rubio Foto: picture alliance / via REUTERS

US-Außenminister Marco Rubio hat den militärischen Kurs der Vereinigten Staaten gegenüber dem Iran mit ungewöhnlich deutlichen Worten verteidigt und zugleich auf laufende diplomatische Kontakte verwiesen. In einem Interview mit ABC erklärte er, die USA stünden kurz davor, zentrale militärische Ziele zu erreichen.

Rubio sagte, es gehe bei der Operation vor allem darum, die militärischen Fähigkeiten Teherans nachhaltig zu demolieren: »Wir zerstören die iranische Marine«, erklärte er. Zudem würden Raketenstellungen ausgeschaltet und die industrielle Basis für die Waffenproduktion ins Visier genommen. Ziel sei es, dass der Iran künftig »keine neuen Raketen und Drohnen mehr in großem Umfang herstellen kann«.

Der Außenminister zeichnete das Bild eines erheblich geschwächten Gegners. »Der Iran, den Sie jetzt sehen, ist an seinem schwächsten Punkt«, sagte Rubio. Würde man nicht handeln, drohe jedoch eine massive Aufrüstung: »Stellen Sie sich vor, wie dieses Regime in zwei Jahren aussähe – mit Tausenden zusätzlichen Raketen und Fabriken.«

Hamas, Hisbollah und Huthi

Auch Drohungen aus Teheran, die Straße von Hormus dauerhaft kontrollieren zu wollen, wies Rubio entschieden zurück. »Das wird niemals zugelassen werden«, betonte er. Der Präsident verfüge über verschiedene Optionen, um dies zu verhindern. Details nannte er jedoch nicht.

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Für zusätzliche Brisanz sorgten jüngste Äußerungen von Präsident Donald Trump, der sogar Angriffe auf Energieinfrastruktur ins Spiel brachte. Rubio versuchte, den Fokus dennoch auf Diplomatie zu lenken: »Der Präsident bevorzugt Diplomatie«, sagte er. Es gebe bereits »Botschaften, die hin und her übermittelt werden« sowie Gespräche über Vermittler.

Zugleich machte Rubio deutlich, dass Washington dem iranischen Regime grundsätzlich misstraut. »Diese Leute sind Verrückte. Sie sind religiöse Fanatiker, denen man niemals erlauben darf, eine Atomwaffe zu besitzen«, sagte er wörtlich. Die Führung in Teheran habe über Jahre hinweg Terrorgruppen in der Region unterstützt – darunter »die Huthis, die Hisbollah, die Hamas und schiitische Milizen im Irak«.

»Interne Brüche«

Auf Nachfrage bestätigte Rubio indirekt, dass es Kontakte zu möglicherweise neuen Machtzentren im Iran gebe. Er sprach von »Menschen, die privat die richtigen Dinge sagen«, wollte aber keine Namen nennen. »Es gibt dort interne Brüche«, sagte er. Sollten sich tatsächlich neue Kräfte durchsetzen, wäre das »eine gute Nachricht für uns, für sie und für die ganze Welt.«

Gleichzeitig blieb er vorsichtig: Man müsse erst sehen, ob diese Akteure tatsächlich Einfluss hätten. »Wir werden das sehr genau testen«, kündigte Rubio an. Diplomatie bleibe der bevorzugte Weg, doch man müsse auch auf ein Scheitern vorbereitet sein.

Eine Ausweitung des Konflikts wollte Rubio nicht bestätigen. Stattdessen betonte er mehrfach die klar umrissenen Ziele der laufenden Operation: »Erstens die Zerstörung ihrer Luftwaffe. Zweitens die Zerstörung ihrer Marine. Drittens eine drastische Reduzierung ihrer Raketenfähigkeiten. Und viertens die Zerstörung ihrer Produktionsstätten.«

Diese Ziele würden bereits erreicht oder lägen »im Zeitplan oder sogar davor«. Rubio zeigte sich überzeugt: »Wir werden das in wenigen Wochen erreichen, nicht in Monaten.« im

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