Teheran

Iran hängt zwei Anhänger der Volksmudschahedin

Das Mullah-Regime lässt selbst Demonstranten hinrichten. Berichte über öffentliche Exekutionen erscheinen Regelmäßig. (Symbolbild) Foto: picture alliance / Middle East Images

Im Iran sind zwei Mitglieder einer dort verbotenen Oppositionsgruppe hingerichtet worden. Nach Angaben der Justiz wurden die Männer am Morgen durch Erhängen exekutiert, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Es war die Rede von »Elementen der terroristischen Gruppe der Heuchler«, eine Anspielung auf die Volksmudschahedin. Sie sollen Angriffe geplant haben, zititierte die Nachrichtenagentur Fars die Justiz. In ihrer Wohnung seien Waffen sichergestellt worden.

Menschenrechtsaktivisten bezeichneten sie als politisch Gefangene. »Sie wurden über einen längeren Zeitraum in Einzelhaft gehalten, gefoltert und hatten keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand«, schrieb Mahmood Amiry-Moghaddam, Direktor der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO), auf X.

Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Im Ausland gründeten ihre Anhänger im Jahr 1981 den Nationalen Widerstandsrat. Die Organisation ist jedoch äußerst umstritten und wird innerhalb und außerhalb des Iran auch von Oppositionellen größtenteils abgelehnt. 

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Die ursprünglich islamistisch-sozialistische Bewegung der Volksmudschahedin stand in der EU und den USA zeitweise auf der Terrorliste. Kritiker halten ihre Strukturen für zutiefst undemokratisch und totalitär.

Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äußerster Härte gegen Kritiker vor. Mehrere Männer wurden seitdem bereits wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit langem den Einsatz der Todesstrafe im Iran. Sie werfen den Behörden vor, Hinrichtungen vor allem als Mittel der Einschüchterung zu nutzen.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mehr als 2000 Menschen hingerichtet – so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr. dpa

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