Épinay-sur-Seine

Gedenkbaum für zu Tode gefolterten Juden gefällt

Foto: picture alliance / abaca

Ein Baum zum Gedenken an einen 2006 in Frankreich entführten und zu Tode gefolterten Juden ist von Unbekannten gefällt worden. Der Baum sei »vom antisemitischen Hass erfasst worden«, schrieb Frankreichs Premier François Bayrou auf X. Keine Straftat könne aber die Erinnerung entwurzeln. »Der nie endende Kampf gegen das tödliche Gift des Hasses ist unsere oberste Pflicht.«

Die Gemeinde Épinay-sur-Seine bei Paris, in der der Baum für Ilan Halimi stand, leitete juristische Schritte ein. Dem Sender France Info zufolge soll schnellstmöglich ein neuer Gedenkbaum gepflanzt werden.

Lesen Sie auch

Der Vorsitzende des Dachverbands jüdischer Organisationen in Frankreich Crif, Yonathan Arfi, schrieb auf X, es handle sich nicht bloß um eine weitere antisemitische Tat. »Das ist eine Art der Antisemiten, ihren Hass hinauszuschreien.«

Der damals 23 Jahre Ilan Halimi war mehr als drei Wochen lang gefangen gehalten und so schwer misshandelt worden, dass er auf dem Weg ins Krankenhaus starb. Seine Entführer hatten mit ihrer Gräueltat Lösegeld erpressen wollen. Sie nannten sich selbst »Gang der Barbaren«. Die Tat hatte in Frankreich für großes Entsetzen gesorgt. dpa

Israel

Warnung vor Hamas-Überfall ignoriert? Netanjahu dementiert

Emiratischer Präsident soll Netanjahu angerufen haben. Netanjahu reagierte angeblich gelassen. Emirate wollen sich nicht zu Berichten äußern

 08.09.2026

Deutschland

»Anklage wegen Volksverhetzung«: Landgericht Mannheim eröffnet Strafverfahren gegen Xavier Naidoo

Die Staatsanwaltschaft Mannheim erhob zweimal Anklage gegen den Sänger wegen Volksverhetzung. Eine davon lässt das Landgericht Mannheim nun zu

 08.09.2026

Kommentar

Ein Weckruf

Der AfD-Erfolg liegt vor allem im Scheitern jener Parteien, die die Bundesrepublik seit Jahrzehnten prägen. Verloren gegangenes Vertrauen muss nun schnellst möglich wieder zurückgewonnen werden

von Josef Schuster  08.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  08.09.2026

Meinung

Ein Sonntag genügt!

Was gehen uns in der Schweiz die Wahlen in Sachsen-Anhalt an? Auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten wird klar: Das Problem ist nicht nur die Partei selbst

von Zsolt Balkanyi-Guery  08.09.2026

Magdeburg

BSW will AfD-Landtagspräsidenten mitwählen

Bundesweit ist es der AfD noch nie gelungen, das Amt eines Parlamentspräsidenten zu übernehmen – auch wenn sie die stärkste Partei war. Das könnte sich in Sachsen-Anhalt jetzt ändern

 08.09.2026

Meinung

London belohnt die Verweigerungshaltung der Palästinenser

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht, Blockade und Terror aber sehr wohl

von Daniel Neumann  08.09.2026

Nahost

Großbritannien wirft Israel »ethnische Säuberungen« im Westjordanland vor

Aus Israel und den USA kommt scharfe Kritik. Deutschland schließt sich der Initiative Großbritanniens nicht an

 08.09.2026

Den Haag

Deutschland verteidigt Waffenexporte nach Israel

Deutschland betont vor dem Internationalen Gerichtshof, dass seine Rüstungsexporte nach Israel internationalen Vorgaben entsprechen. Die Richter müssen entscheiden, ob es zum Hauptverfahren kommt

 08.09.2026