New York

Festnahmen bei Zusammenstößen vor Synagoge in Brooklyn

Israelfeindliche Demonstranten und pro-israelische Teilnehmer einer Gegenkundgebung treffen am Montag (Ortszeit) in Brooklyn aufeinander. Foto: picture alliance / AdMedia

Bei Auseinandersetzungen zwischen israelfeindlichen Demonstranten und Gegendemonstranten vor einer Synagoge im New Yorker Stadtteil Brooklyn sind mindestens drei Menschen festgenommen worden. Der Protest richtete sich gegen eine Veranstaltung, bei der Immobilienangebote in Israel vorgestellt wurden. Lokale Medien berichteten. Die »New York Post« schrieb von einem »antiisraelischen Mob«, der dagegen protestiert habe.

Der Vorfall ereignete sich am Montagabend (Ortszeit) vor dem Gebäude von Young Israel Senior Services of Midwood. Dort hatten sich zahlreiche Demonstranten versammelt. Die israelfeindlichen Teilnehmer skandierten unter anderem »Palästina gehört nur uns« und »Fuck Israel«.

Nach Angaben der Polizei eskalierte die Situation mehrfach. Videos vom Ort des Geschehens sollen zeigen, wie eine maskierte Person einer jungen Frau an den Haaren zog und sie beinahe gegen ein geparktes Auto stieß. In einer weiteren Szene geriet ein Mann mit einer Gruppe junger Demonstranten aneinander, die eine palästinensische Flagge trugen.

Gegenstände geworfen

Die New Yorker Polizei nahm mindestens zwei jugendliche proisraelische Demonstranten sowie einen israelfeindlichen Teilnehmer in Gewahrsam. Laut NYPD hatten alle drei Gegenstände geworfen. Während die Festgenommenen abgeführt wurden, riefen Unterstützer der proisraelischen Seite den Beamten zu, die Jugendlichen freizulassen.

Lesen Sie auch

Organisiert wurde die Demonstration nach Angaben amerikanischer Medien von der Aktivistengruppe Pal-Awda NY/NJ. Die Gruppe hatte bereits vergangene Woche Proteste vor der Park East Synagogue in Manhattan unterstützt. Auch dort hatte eine Veranstaltung mit Israel-Bezug heftige Demonstrationen ausgelöst.

Die erneuten Ausschreitungen dürften die Debatte über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtungen in New York weiter anheizen. Nach den Protesten in Manhattan hatte die Vorsitzende des New Yorker Stadtrats, Julie Menin, ein Gesetz vorgeschlagen, das temporäre Sicherheitszonen rund um Synagogen und andere Gotteshäuser ermöglichen soll.

Demnach müsste die Polizei bei angekündigten Demonstrationen künftig prüfen, ob Absperrungen nötig sind, um Gläubige vor Einschüchterung, Behinderungen oder Gewalt zu schützen. im

Brandenburg

Cyberangriff auf Gedenkstätten

Immer wieder schädigen Ransomware-Attacken Behörden, Krankenhäuser und andere Einrichtungen. In Brandenburg ist nun die Gedenkstätten-Stiftung betroffen

 11.08.2026

Medien

Geglaubt und geteilt

»Antisemitismus«, definierte Adorno, sei »das Gerücht über Juden«. Was ist dann dessen Verbreitung? Die ARD muss sich einer längst fälligen Debatte stellen

von Esther Schapira  11.08.2026

Gerichtsurteil

Behörde darf Verbeamtung wegen Nähe zu Muslimbruderschaft ablehnen

Die Klägerin arbeitet als Sachbearbeiterin bei der Karlsruher Ausländerbehörde. Das Gericht hat Zweifel an ihrer Verfassungstreue

 11.08.2026

Social Media

Shirin David, Bill Kaulitz und die Wassermelonen-Jünger

Bei der Rapperin reicht ein »Free Palestine« für die Verbündeten, bei dem Sänger ein »Tel Aviv! Love!« für die Gegner. Ein Kommentar

von Pola Sarah Nathusius  11.08.2026

Österreich

Zwei Israelinnen in Wien vermisst

Die israelische Botschaft vor Ort bittet die Öffentlichkeit um Hilfe

 11.08.2026 Aktualisiert

Nordhessen

Vier Meter großes Hakenkreuz in Asphalt gebrannt

Die Polizei sucht nun nach den Täter, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

 11.08.2026

Nordrhein-Westfalen

Medienminister übt scharfe Kritik an Georg Restle und dem WDR

Nathaniel Liminiski (CDU): »Israel und das Judentum sind kein Freiwild für jeden Vorwurf, auch nicht für Journalisten«

 11.08.2026 Aktualisiert

Berlin

Neukölln verschärft Regeln: CDU-Politiker will bei Antisemitismus Gelder streichen

Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt will Förderbescheide mit strengeren Vorgaben versehen und bei Verstößen die Finanzierung von Projekten stoppen

 11.08.2026

Washington D.C.

Trump soll Bedrohung durch Iran mit Geheimflug aus der Türkei entgangen sein

Wie schafften es die Bewacher des Präsidenten, ihn unerkannt in eine kleinere Maschine zu bringen und nach London zu fliegen?

 11.08.2026