Washington D.C.

Fehlende FBI-Vermerke in Epstein-Akten sorgen für Streit

Eine Aufnahme eines noch jungen Donald Trump mit einer nicht identifizierten Frau ist Teil der bisher veröffentlichten Epstein-Akten. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

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Fehlende FBI-Vermerke in Epstein-Akten sorgen für Streit

Offenbar fehlen zentrale Dokumente zu den Aussagen einer Frau, die den heutigen Präsidenten Donald Trump beschuldigt hatte, sie in den 1980er Jahren als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben

 26.02.2026 12:11 Uhr

Die Veröffentlichung von Millionen Seiten Ermittlungsunterlagen zum Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zieht in Washington weitere Kreise. Amerikanischen Medienberichten zufolge fehlen in dem vom Justizministerium freigegebenen Material zentrale Dokumente zu den Aussagen einer Frau, die Präsident Donald Trump beschuldigt hatte, sie in den 1980er Jahren als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben.

Wie unter anderem die »The New York Times« berichtet, verweist ein öffentlich zugängliches Register der Ermittlungsakten auf vier Interviews, die das FBI im Jahr 2019 mit der Frau geführt haben soll. Hintergrund war ihre Aussage, sie sei sowohl von Epstein als auch von Trump missbraucht worden. Laut dem Index existieren zu allen Gesprächen schriftliche Zusammenfassungen. Veröffentlicht wurde jedoch nur ein Memo – jenes, das sich mit ihren Vorwürfen gegen Epstein befasst. Drei weitere Vermerke fehlen in den bislang zugänglichen Unterlagen.

Der demokratische Abgeordnete Robert Garcia, ranghöchstes demokratisches Mitglied im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses, sprach von mehr als 50 Seiten zurückgehaltener Dokumente. Er berief sich dabei auf eigene Überprüfungen sowie Medienberichte.

»Ernsthafte Sorgen«

»In dem Moment, in dem das Justizministerium Dokumente unterdrückt, in denen es um den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen durch Präsident Trump geht, verstärken sich meine ernsthaften Sorgen über eine Vertuschung im Weißen Haus«, erklärte Garcia schriftlich.

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Nach seinen Angaben belegen die nicht veröffentlichten Unterlagen, dass das FBI die Anschuldigungen nicht als bloße Randnotiz behandelte, sondern die Frau mehrfach befragte. Dass lediglich die erste Gesprächszusammenfassung – ohne Details zu den Vorwürfen gegen Trump – publiziert wurde, werfe zusätzliche Fragen auf. Umfangreiche Akten, offene Fragen

Das US-Justizministerium hatte in den vergangenen Wochen mehr als drei Millionen Seiten aus verschiedenen Ermittlungen im Zusammenhang mit Epstein zugänglich gemacht. Ziel war es nach offiziellen Angaben, größtmögliche Transparenz herzustellen.

Politische Sprengkraft

Gerade deshalb sorgt das Fehlen der betreffenden FBI-Memos für politische Brisanz. Kritiker argumentieren, wenn in einem offiziellen Verzeichnis entsprechende Dokumente aufgeführt seien, müsse nachvollziehbar erklärt werden, warum sie nicht Teil der Veröffentlichung seien.

Die gegen Trump gerichteten Vorwürfe gelten bislang als nicht verifiziert. Das Weiße Haus äußerte sich zu den jüngsten Berichten zunächst nicht. Der Präsident hat in der Vergangenheit jegliche Vorwürfe eines Fehlverhaltens zurückgewiesen.

Der Fall berührt mehrere sensible Ebenen zugleich: die Aufarbeitung der Epstein-Affäre, die Rolle der Strafverfolgungsbehörden und mögliche politische Konsequenzen für einen amtierenden Präsidenten.

Während Republikaner von einer parteipolitisch motivierten Kampagne sprechen, fordern Demokraten vollständige Offenlegung aller einschlägigen Dokumente. Ob das Justizministerium weitere Unterlagen nachreichen wird, ist derzeit offen. im

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