Paris/Brüssel

EU-Gaza-Hilfe: Französischer Politiker hat »große Bedenken«

Verlangt eine bessere Kontrolle von Steuermitteln: Benjamin Haddad Foto: IMAGO/MAXPPP

Frankreichs Staatssekretär für Europa Benjamin hat die Europäische Kommission schriftlich aufgefordert sicherzustellen, dass EU-Finanzmittel für den Gazastreifen nicht zweckentfremdet werden und in den Händen der Terrororganisation Hamas landen.

»Ich wurde kürzlich auf den Verdacht aufmerksam gemacht, dass die Hamas seit 2020 Kontrollen von Nichtregierungs- und internationalen Organisationen durchführt, die in den palästinensischen Gebieten tätig sind«, zitierte die Nachrichtenagentur »Agence France-Presse« aus einem Brief Haddas an die EU-Außenbeauftragte und Kommissions-Vizepräsidentin Kaja Kallas sowie an weitere zuständige EU-Kommissare.

Es gebe »große Bedenken hinsichtlich der Integrität der europäischen Finanzmittel und des Schutzes der europäischen Steuerzahler«, so Haddad weiter, und es sei für Frankreich »nicht hinnehmbar, dass europäische Finanzmittel an Organisationen gezahlt werden, die humanitäre Ziele verfolgen, deren Strukturen jedoch einer Form der Einmischung durch die Netzwerke der Hamas unterliegen.«

Lesen Sie auch

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssten wachsamer werden. Nichtregierungsorganisation, die Finanzmittel aus dem EU-Haushalt bekämen, dürften nicht in die Lage geraten, von einer Terrororganisation abhängig zu sein, um ihre humanitären Dienste vollbringen zu können», betonte der Staatssekretär, der der Partei von Präsident Emmanuel Macron angehört, laut AFP in seinem Schreiben an die Verantwortlichen in Brüssel. mth

Essay

Fallstricke des Wokeismus

Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte bilden ein berechtigtes Korrektiv, aber was über Israel verbreitet wird, bedarf grundlegender Korrekturen

von Richard Blättel  22.06.2026

Kanada

Zwei Tote bei Anschlag im jüdischem Viertel von Montreal

Bei einem der Opfer soll es sich laut Medienberichten um Michael Moshe Mizrahi handeln, ein Mitglied der örtlichen jüdischen Gemeinde

 22.06.2026 Aktualisiert

Meinung

Wenn niemand sonst zu Israel steht

Unser Autor ist Schüler auf einem Gymnasium nahe Köln. Mit Entsetzen musste er feststellen, dass Antisemitismus und Israelhass in seiner Klasse weit verbreitet sind. Nun fragt er sich: Wie kann das sein?

von Jan Tersteegen  22.06.2026

Verhandlungen

USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl

Nach »produktiven« Gesprächen mit dem Iran setzen die USA Teile ihrer Sanktionen gegen den Iran vorübergehend aus. Die Maßnahme könnte dem Iran Milliarden einbringen und die Energiemärkte beruhigen

 22.06.2026

Trauer

Orakel und Maestro

Über 18 Jahre lang herrschte Alan Greenspan als Zentralbankchef über die Zinspolitik der weltgrößten Wirtschaftsmacht. Mit 100 Jahren ist er nun gestorben

von Anna Ringle, Thomas Kaufner  22.06.2026

Debatte

Jüdischer Verein verlangt Schutz für das Tragen religiöser Symbole

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Bei einem Prozess wegen Volksverhetzung in Flensburg musste eine Zuschauerin ihre Davidsternkette ablegen. Der Verein Jüdischer Hochschullehrender fordert nun Maßnahmen von der Justiz

 22.06.2026

Berlin

Mann mit Kippa beleidigt und bespuckt

Laut eines Medienberichts kam es am Samstag in Berlin-Charlottenburg zu einem antisemitischen Vorfall

 22.06.2026 Aktualisiert

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  22.06.2026

Berlin

Nova-Ausstellung: Interne Unterlagen zeigen Streit um Fördergeld

Die Finanzierung des Projekts war bis zuletzt umstritten. Eine angekündigte Kürzung der Landesförderung in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro wurde zurückgenommen

 22.06.2026