Paris/Brüssel

EU-Gaza-Hilfe: Französischer Politiker hat »große Bedenken«

Verlangt eine bessere Kontrolle von Steuermitteln: Benjamin Haddad Foto: IMAGO/MAXPPP

Frankreichs Staatssekretär für Europa Benjamin hat die Europäische Kommission schriftlich aufgefordert sicherzustellen, dass EU-Finanzmittel für den Gazastreifen nicht zweckentfremdet werden und in den Händen der Terrororganisation Hamas landen.

»Ich wurde kürzlich auf den Verdacht aufmerksam gemacht, dass die Hamas seit 2020 Kontrollen von Nichtregierungs- und internationalen Organisationen durchführt, die in den palästinensischen Gebieten tätig sind«, zitierte die Nachrichtenagentur »Agence France-Presse« aus einem Brief Haddas an die EU-Außenbeauftragte und Kommissions-Vizepräsidentin Kaja Kallas sowie an weitere zuständige EU-Kommissare.

Es gebe »große Bedenken hinsichtlich der Integrität der europäischen Finanzmittel und des Schutzes der europäischen Steuerzahler«, so Haddad weiter, und es sei für Frankreich »nicht hinnehmbar, dass europäische Finanzmittel an Organisationen gezahlt werden, die humanitäre Ziele verfolgen, deren Strukturen jedoch einer Form der Einmischung durch die Netzwerke der Hamas unterliegen.«

Lesen Sie auch

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssten wachsamer werden. Nichtregierungsorganisation, die Finanzmittel aus dem EU-Haushalt bekämen, dürften nicht in die Lage geraten, von einer Terrororganisation abhängig zu sein, um ihre humanitären Dienste vollbringen zu können», betonte der Staatssekretär, der der Partei von Präsident Emmanuel Macron angehört, laut AFP in seinem Schreiben an die Verantwortlichen in Brüssel. mth

Nahost

IDF reagieren auf Angriffe mit Gegenschlägen in Gaza

Kommandeure der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad wurden nach den Angriffen ins Visier genommen

 16.01.2026

New York

AJC: Demonstranten im Iran nicht im Stich lassen

Die internationale Gemeinschaft trage die Verantwortung, »in Solidarität mit dem iranischen Volk zu handeln«, so die jüdische Organisation

 16.01.2026

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit Terror-Unterstützerin

Das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender und die WerteInitiative schließen sich der Forderung der CDU in NRW an

 16.01.2026

Moskau/Jerusalem

Putin spricht mit Netanjahu: Vermittlung zu Iran?

Russland will mitmischen: In Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten Israels und dem iranischen Präsidenten bietet sich Putin als Vermittler an. Was steckt hinter dem diplomatischen Vorstoß?

 16.01.2026

Berlin

Bündnis fordert von Bundesregierung: Protestierer im Iran unterstützen, Regime isolieren

Zu den Unterzeichnern einer entsprechenden Petition gehören auch Prominente wie die Schauspielerin Uschi Glas

von Imanuel Marcus  16.01.2026

Gastbeitrag

Wie Europas Parlamentarier über Israel denken

Der Blick europäischer Politiker auf Israel hat sich gewandelt, wie die jüngste ELNET-Befragung von europäischen Politikern zeigt

von Carsten Ovens  16.01.2026

Tel Aviv

Israelische Experten rechnen mit neuer Protestwelle im Iran

Tausende Tote, brutale Repression – doch israelische Experten sehen den Protestgeist im Iran nicht als gebrochen. Droht der Führung in Teheran ein neuer Schub zivilen Ungehorsams?

 16.01.2026

USA

Fall Mahmoud Khalil: Abschiebung wieder möglich

Die Trump-Administration erzielt in einem aufsehenerregenden Einwanderungsverfahren einen juristischen Erfolg

 16.01.2026

Berlin

Jungpolitiker fordern entschlossenes Handeln gegen iranisches Regime

Mehrere Parteijugenden schließen sich der Forderung des Jungen Forum der DIG nach einem entschlossenen politischen Handeln der Bundesregierung und der EU an – mit dem Ziel eines Regimewechsels in Teheran

 16.01.2026