Berlin

Bundeskanzler nennt CSD-Anschlag terroristisch und islamistisch

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt vor einem Gedenkgottesdienst in der Berliner Marienkirche ein Pressestatement. Foto: picture alliance/dpa

Der Anschlag auf den Christopher-Street-Day (CSD) in Berlin ist nach Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ein »terroristischer-islamistischer Anschlag«. Merz äußerte sich am Sonntagnachmittag vor der Andacht für die Opfer in der evangelischen Marienkirche am Alexanderplatz. Am späten Samstagabend war nach der CSD-Parade ein Auto in eine Menschenmenge am Berliner Tiergarten gefahren. Eine Person wurde getötet, mindestens 29 weitere teils schwer verletzt.

»Lassen Sie sich, lassen wir uns nicht einschüchtern«, sagte Merz den Teilnehmern von CSDs in ganz Deutschland. »Sie wollen uns nehmen, was wir haben: unsere Offenheit, unsere Freiheit.« Solche Straftäter und Extremisten hätten in der Mitte der Gesellschaft keinen Platz. Jenseits aller parteipolitischer Meinungsverschiedenheiten werde man die Freiheit der Gesellschaft verteidigen. »Wir sind mehr, wir sind stärker, und wir halten in unserem Land zusammen.«

Lesen Sie auch

Man werde alles tun, um den oder die Straftäter so schnell wie möglich zu fassen. Auch werde man über Konsequenzen nachdenken und »mit Besonnenheit, aber auch mit Entschlossenheit entscheiden«, so der Bundeskanzler weiter.

Merz dankte auch den Einsatzkräften, die durch ihr schnelles und vorbildliches Eingreifen möglicherweise Schlimmeres verhindert hätten. Die Gedanken seien bei den Opfern, den Familien und Freunden. Merz nahm anschließend an dem Gottesdienst teil. kna

Kommentar

Die Schatten der Vergangenheit sind lang

Wie der Hessische Rundfunk über jüdische Grundstücke stolpert

von Daniel Neumann  18.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 18.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Staatsanwaltschaft geht von Judenhass aus

Der 37 Jahre alte mutmaßliche Täter soll aus antisemitischen Gründen gehandelt haben

 18.09.2026

Tel Aviv

Shin-Bet-Chef: Wir finden alle Hamas-Terroristen vom 7. Oktober

»Wir haben euch verfolgt, wir verfolgen euch und wir werden euch bis zum letzten Mitverschwörer verfolgen«, sagt Shin-Bet-Chef David Zini

 18.09.2026

Jerusalem

Warum ein Ex-Shin-Bet-Chef Israelis dazu aufruft, zu Jom Kippur in der Synagoge ihre Waffen zu tragen

Die Verantwortlichen der Synagogen sollten dafür sorgen, dass bewaffnete Menschen kommen, sagt Arik Barbing

 18.09.2026

Erinnerungspolitik

Weimer wirft AfD »Frontalangriff« auf Integrität der Republik vor

In den Positionen der Rechtsaußenpartei sieht der Kulturstaatsminister einen Angriff auf das moralische Selbstverständnis der Bundesrepublik

von Corinna Buschow, Karsten Frerichs  18.09.2026

Martin Hikel (3.v.l, SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln, nimmt vor dem Rathaus Neukölln an der Aktion „Berlin trägt Davidstern“ teil.

Berlin

Solidarität nach Angriff auf Frau mit Davidstern

Stadtweit waren Berlinerinnen und Berliner zum Tragen eines Magen David aufgerufen. In Neukölln kam es auch zu Pöbeleien

 18.09.2026

Sachsen-Anhalt

Jurist hält Bundeszwang »nicht für abwegig«

Falls eine AfD-geführte Landesregierung Verfassungsrecht oder Bundesgesetze missachten sollte, könnte der sogenannte Bundeszwang zum Einsatz kommen

 18.09.2026

Reaktionen

»Dass es hier in Wuppertal passiert und wieder passiert, das macht mich sprachlos«

Der Wuppertaler SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh ist einer von vielen Menschen, die sich zum Brandanschlag auf die Synagoge geäußert haben. Die Reaktionen im Überblick

 18.09.2026