Arlington

Bericht: USA erwägen massive Truppenaufstockung im Nahen Osten

Auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln bereiten Marinesoldaten den Start eines mit Bomben beladenen Kampfjets vom Typ F/A-18F Super Hornet vor. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die Vereinigten Staaten könnten ihre militärische Präsenz im Nahen Osten in den kommenden Tagen deutlich ausweiten. Im Pentagon in Arlington (Bundesstaat Virginia) wird nach Angaben eines von der Publikation »Axios« zitierten, hochrangigen Verteidigungsbeamten geprüft, mindestens 10.000 zusätzliche Kampftruppen in die Region zu entsenden.

Eine Entscheidung wird demnach bereits in der kommenden Woche erwartet. Die möglichen Verstärkungen sollen aus anderen Einheiten stammen als jene, die zuletzt verlegt wurden.

Hinter den Planungen steht offenbar die Sorge vor einer weiteren Zuspitzung im Konflikt mit dem Iran. In Washington wird laut dem Bericht nicht nur über zusätzliche Truppen diskutiert, sondern auch über umfassendere militärische Optionen. Dazu gehören laut »Axios« Szenarien für einen entscheidenden Schlag gegen das Land, der sowohl groß angelegte Luftangriffe als auch Bodentruppen umfassen könnte.

Diplomatie und Militär

Ein solcher Schritt würde die Zahl der US-Kampftruppen im Nahen Osten erheblich erhöhen und als klares Signal gewertet werden, dass eine direkte militärische Konfrontation mit dem Iran ernsthaft vorbereitet wird.

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Parallel zu den militärischen Überlegungen betont Präsident Donald Trump, dass weiterhin Gespräche mit Teheran geführt werden, um den Krieg zu beenden. Allerdings haben iranische Vertreter bislang offenbar kein hochrangiges Treffen zugesagt und zeigen sich misstrauisch gegenüber den amerikanischen Absichten.

Aus dem Umfeld der US-Regierung heißt es, Trump sei bereit, den Druck deutlich zu erhöhen, falls die diplomatischen Bemühungen in naher Zukunft keine greifbaren Ergebnisse bringen.

Einheiten auf dem Weg

Unabhängig von einer endgültigen Entscheidung sind bereits zusätzliche Kräfte unterwegs in den Nahen Osten. Dazu zählen mehrere Kampfjet-Staffeln sowie tausende Soldaten.

Auch Spezialeinheiten der Marineinfanterie werden verlegt: Eine Marine-Expeditionseinheit soll noch in dieser Woche eintreffen, eine weitere befindet sich bereits auf dem Weg. Zudem wurde der Führungsstab der 82. Luftlandedivision zusammen mit einer Infanteriebrigade mit mehreren tausend Soldaten in Marsch gesetzt. im

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