Die Präsidentin des Internationalen-Auschwitz-Komitees hat die Linke nach der Wahl in Berlin erneut zur Distanzierung von antisemitischem Gedankengut aufgefordert. Eine potenzielle Regierende Bürgermeisterin der Linken könne nur Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn sie diese Trennung klar vollziehe, erklärte die Auschwitz-Überlebende Eva Umlauf am Montag in München.
Am Sonntag war die Linke bei der Abgeordnetenhauswahl mit 25,7 Prozent der Stimmen stärkste Kraft geworden.
Der Berliner Teil der Partei trete »in Teilen offen antisemitisch«, erklärte Umlauf. Sie forderte, wie schon am Sonntag, dass die Linke zu »Fehlentwicklungen« steht und sich »von allen Antisemiten in ihren Reihen« trennt.
Am Sonntagabend hatte auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, beklagt, dass die Linkspartei »wiederholt mit antisemitischen Grenzüberschreitungen« aufgefallen sei. epd