Berlin

»Arrogante Belehrungen«: Israelische Botschaft kritisiert Castellucci scharf

Die israelische Botschaft in Berlin-Wilmersdorf Foto: imago/Schöning

Der israelische Botschaft in Deutschland, hat den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Lars Castellucci, scharf kritisiert. »Sehr geehrter Herr Castellucci, mit solchen Freunden braucht man keine Gegner«, hieß es auf der Seite der Botschaft am Dienstagabend auf X. Die israelische Botschaft reagierte damit auf einen Post des SPD-Politikers, in dem dieser Israel für die Ausweitung der Todesstrafe kritisierte.

Die Todesstrafe sei eine grausame und unmenschliche Strafe und mit der Menschenwürde nicht vereinbar, schrieb Castellucci und verwies auf ein Interview des Programms Deutschlandfunk Kultur. »Israel stellt sich mit diesem diskriminierenden Gesetz klar außerhalb unseres Wertesystems«, so Castellucci.

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Israels Botschaft kritisierte daraufhin eine »Doppelmoral«. Die Kommentare Castelluccis erfolgten, während die Bürger Israels unter dem Beschuss von Staaten stünden, die die Vernichtung des Landes anstrebten. »Sie tun nichts, um das nächste Massaker an Juden zu verhindern - aber drohen Israel, wenn es seine Bürger schützt«, so die Botschaft. Die Aussagen des SPD-Politikers seien »arrogante Belehrungen«.

Die Botschaft verwies in dem Beitrag darauf, dass die Todesstrafe in Israel gegen Nazis nach dem Genozid des Holocaust angewandt worden sei. Der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 - Prosor bezeichnet diesen als »genozidalen Angriff« - sei von Tätern begangen worden, gegenüber denen das bestehende System nicht ausreichend abschreckend gewirkt habe. Mit dem neuen Gesetz wolle Israel seine Bürger schützen. kna/ja

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