Umfrage

AfD klar stärkste Kraft

Alice Weidel und Tino Chrupalla sind die Chefs der AfD. Foto: picture alliance/dpa

Die AfD ist laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov deutlich stärkste Kraft in Deutschland. Bei der Sonntagsfrage kommt die Partei den Angaben zufolge auf 27 Prozent – ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat. 

Dies ist der Fall, obwohl die AfD inzwischen in fünf Bundesländern als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wurde, nämlich in Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bundesweit hatte der Verfassungsschutz eine ebensolche Einstufung vorgenommen. Diese wurde aber bis zur Klärung des entsprechenden Gerichtsstreits ausgesetzt.

Deutliche Verluste verzeichnen die Koalitionsparteien: CDU/CSU fallen um drei Prozentpunkte auf 23 Prozent – der niedrigste in der YouGov-Erhebung gemessene Wert seit Dezember 2021. Die SPD kommt auf 13 Prozent, ein Rückgang um ein Prozent.

Unzufriedenheit steigt

Grüne und die Linke gewinnen je einen Prozentpunkt hinzu und kommen auf 14 beziehungsweise 10 Prozent. FDP und BSW landen bei je 4 Prozent und würden damit weiterhin den Einzug in den Bundestag verpassen. Für die repräsentative Stichprobe befragte YouGov zwischen dem 10. und 13. April insgesamt 2178 wahlberechtigte Personen.

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Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.

Eine weitere Erkenntnis der Umfrage: Die Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung steigt. 79 Prozent der Befragten gaben an, mit der Arbeit des Kabinetts unzufrieden zu sein. Zum Vergleich: Bei der ersten Messung im Juni 2025 lag dieser Wert YouGov-Angaben zufolge noch bei 55 Prozent. Besonders deutlich ist der Stimmungsumschwung unter Unionswählern: Waren im März noch 48 Prozent von ihnen mit der Regierung zufrieden, sind es im April nur noch 34 Prozent.

In anderen Umfragen lag die AfD jüngst zwar teils auch ganz oben - wenn auch deutlich knapper. Laut einer Insa-Umfrage für die »Bild am Sonntag« kam die Union Anfang April auf 25 Prozent und lag damit knapp hinter der AfD, die bei 26 Prozent stabil blieb. Im »Deutschlandtrend« von Infratest dimap kam die Union Anfang des Monats auf 26 Prozent. Die AfD lag in dieser Erhebung bei 25 Prozent. dpa/ja

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