Dublin

Absage von Benefizabend für israelischen Rettungsdienst sorgt für Kritik

Die National Concert Hall in Dublin Foto: picture alliance / Design Pics

Dublin

Absage von Benefizabend für israelischen Rettungsdienst sorgt für Kritik

Magen-David-Adom-Chef Gilad Erdann spricht von einer antisemitischen Entscheidung

 14.04.2026 09:59 Uhr

Die Absage einer geplanten Benefizveranstaltung in der National Concert Hall in Dublin wird heftig kritisiert. Im Rahmen der Veranstaltung sollten Spenden für den israelischen Rettungsdienst Magen David Adom gesammelt werden. Am 11. Mai sollte das Event stattfinden. Nach einem Bericht der »Jerusalem Post« sagte das renommierte Konzerthaus den Abend nun ab.

Geplant war unter anderem die Aufführung eines Theaterstücks mit Berichten von Überlebenden sowie Ersthelfern des von der Hamas verübten Massakers vom 7. Oktober 2023. Organisiert wurde der Abend von Magen David Adom Ireland, einer irischen Hilfsorganisation zur Unterstützung des israelischen Rettungsdienstes.

Nach Angaben der Organisatoren war die Veranstaltung bereits einmal abgesagt und später wieder angesetzt worden. Das Konzerthaus hatte zunächst erklärt, man richte keine politischen Veranstaltungen aus. Später war von einem Missverständnis die Rede. Nun erfolgte erneut eine Absage, ohne nähere Begründung.

»Antisemitische Entscheidung«

In sozialen Netzwerken hatten israelfeindliche Gruppen zuvor zu Protesten gegen die Wiederaufnahme des Termins aufgerufen. Dabei wurde Magen David Adom vorgeworfen, an einem angeblichen »Völkermord« beteiligt zu sein.

Lesen Sie auch

Gilad Erdan, Präsident von Magen David Adom und früherer israelischer UN-Botschafter, sprach von einer antisemitischen Entscheidung sowie von Zensur, die von Unwissenheit und bösem Willen geprägt sei. Das Konzerthaus verhindere damit die Darstellung der Verbrechen vom 7. Oktober durch Augenzeugen und Helfer.

Zugleich werde Menschen in Israel lebenswichtige humanitäre Unterstützung entzogen, sagte Erdan. Er forderte die Verantwortlichen auf, die Entscheidung rückgängig zu machen.

»Beschämend und schockierend«

Auch Alan Shatter, Vorsitzender von Magen David Adom Ireland und ehemaliger irischer Justizminister, reagierte empört. Die Entscheidung sei »wirklich beschämend und schockierend«. Eine private Spendenveranstaltung für eine unabhängige, humanitäre Organisation dürfe keine Kontroverse auslösen.

Shatter forderte die Wiedereinsetzung des Termins sowie personelle Konsequenzen bei den Verantwortlichen. Der Vorfall trage zu dem wachsenden Eindruck bei, Irland sei eines der antisemitischsten Länder Europas.

Ann McElhinney, Mitautorin des geplanten Theaterstücks »October 7«, erklärte, offenbar gebe es in Irland keinen Platz für die Wahrheit über Israel. Das Stück enthalte jüdische wie arabische Stimmen. Den Betroffenen werde signalisiert, dass man ihre Geschichten nicht hören wolle. Gleichzeitig kündigte sie an, das Stück trotzdem nach Irland bringen zu wollen. im

Berlin

»Dass Herr Remmo sich freut, das ist ja wohl klar«

Jetzt äußert sich Berlins Innensenatorin Spranger zum Besuch des arabischstämmigen Remmo-Clans-Chef bei einer Wahlveranstaltung des möglichen Koalitionspartners Die Linke

 21.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Wahl in Berlin

Zentralrat der Juden warnt vor Regierungsbeteiligung der Linken

Präsident Josef Schuster hat sich trotz des Wahlsiegs der Partei Die Linke in Berlin dagegen ausgesprochen, diese mit Regierungsverantwortung zu betrauen

 20.09.2026

Landtagswahlen

Merz: CDU-Ergebnis in MV »ein Desaster«

Die CDU muss bei den Wahlen zu den Landesparlamenten in der Hauptstadt und im Nordosten Verluste einstecken. Der Kanzler und Parteivorsitzende äußert sich gleich kurz nach Schließung der Wahllokale

 20.09.2026

Landtagswahl

Hochrechnungen: Linke bei Berlin-Wahl klar vor CDU

In den Umfragen lagen Linke und CDU zuletzt in etwa gleichauf. Nach den ersten Zahlen deutet sich ein deutlicher Gewinner an

 20.09.2026 Aktualisiert

Landtagswahl

Hochrechnungen: AfD knapp vor SPD in MV - CDU zittert

In Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit ihrer SPD in den vergangenen Wochen eine Aufholjagd hingelegt. Nach ersten Zahlen verfehlt ihre Partei dennoch Platz eins

 20.09.2026 Aktualisiert

Nahost

Regierungstruppen im Jemen erobern Gebiete von Huthi zurück

Nach der Blitzoffensive der Huthi laufen die Gefechte im jemenitischen Gebirge weiter. Einen strategischen Erfolg kann aber keine der Konfliktparteien erreichen

 20.09.2026

Sachsen-Anhalt

Halle: Gemeindevorsitzender hat keine Angst vor AfD-Regierung

Max Privorozki kritisiert in einem aktuellen Interview das Geschichtsbild der AfD in Sachsen-Anhalt. Er wolle jedoch abwarten, »was die Partei tatsächlich umsetzen würde«

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026