Irland

Trinity College beschließt umfassenden Israel-Boykott

Die Bibliothek des Trinity College Dublin Foto: IMAGO/NurPhoto

Das Trinity College in Dublin, Irlands älteste und bekannteste Universität, hat als Reaktion auf den Gaza-Krieg einen umfassenden Boykott Israels beschlossen und bricht seine Beziehungen zu israelischen Universitäten und Unternehmen ab.

Davon erfasst sind auch Studentenaustausch-Programme im Rahmen des EU-Programms Erasmus. Des Weiteren will das Trinity College als erste irische Universität alle Beteiligungen ihres Stiftungsfonds an israelischen Unternehmen verkaufen. Laut »Irish Times« sind 13 israelische Unternehmen betroffen.

Die Entscheidung des Verwaltungsrats der Universität folgt Empfehlungen einer Taskforce von Vertretern der Professorenschaft und Studierenden. In einer Erklärung nach der Abstimmung dankte Paul Farrell, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Trinity College, den Mitgliedern der Taskforce, »die im vergangenen Jahr viel Zeit und Fachwissen investiert haben, um diese wichtigen Fragen so gründlich zu prüfen«.

Lesen Sie auch

Die Empfehlungen würden »für die Dauer der anhaltenden Verstöße gegen das Völkerrecht und das humanitäre Recht« in Gaza in Kraft bleiben, so Farrell in einer Mitteilung. Zahlreiche Politiker in Irland lobten den Schritt und verliehen der Hoffnung Ausdruck, dass sich andere Institutionen dem Israel-Boykott anschließen.

Das Trinity College Dublin wurde im Jahr 1592 gegründet. Es hat heute rund 18.000 Studierende und zählt zu den 200 besten Hochschulen weltweit. mth

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026

Nachrichten

Schule, Posten, Verschwörung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.04.2026

Landwirtschaft

Von Staub zu Öl

Im Kibbuz Sde Boker wird Bio-Olivenöl produziert. Das Projekt interpretiert die alte zionistische Idee neu, die Wüste zum Blühen zu bringen

von Sabine Brandes  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026

Warschau/Jerusalem

Polen und Israel streiten über Vorwürfe von Kriegsverbrechen

Der Warschauer Außenminister Sikorski sagt, IDF-Soldaten räumten selbst Kriegsverbrechen ein. Sein israelischer Kollege Sa’ar spricht von »haltlosen und verleumderischen Aussagen«

 21.04.2026

Jom Hasikaron

Israel begeht Gedenktag für Gefallene – Appelle an Einheit und Hoffnung

»Diese Kriegsgeneration verdient es, vom Tag danach zu träumen. Sie verdient ein Lied der Hoffnung«, sagt Präsident Isaac Herzog

 21.04.2026

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026