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Schule, Posten, Verschwörung

Schüler sollen im Sommer Lernstoff aufholen. Foto: Flash 90

Schule
Das Bildungsministerium reagiert mit einem erweiterten Sommerprogramm auf die rund fünfwöchigen Schulschließungen während des Krieges mit dem Iran. Bildungsminister Yoav Kisch kündigte an, dass die staatlich subventionierten Angebote für Kinder von der Vorschule bis zur dritten Klasse um drei weitere Wochen verlängert werden, und es werde erstmals auf Schüler bis zur sechsten Klasse ausgeweitet. Darüber hinaus ist ein spezielles Aufholprogramm für Mittelschüler geplant.

Posten
Generalmajor Roman Gofman ist als neuer Mossad-Chef bestätigt worden. Der bisherige Militärsekretär von Premier Benjamin Netanjahu soll sein Amt am 2. Juni antreten. Unterstützung erhielt er auch vom Generalstabschef der israelischen Armee (IDF), Eyal Zamir. Der scheidende Chef des Geheimdienstes, David Barnea, äußerte jedoch Vorbehalte. Er verwies auf eine frühere Rüge gegen Gofman aus dessen Zeit als IDF-Kommandeur. Der habe damals einen 17-Jährigen als Informanten eingesetzt und dafür einen Verweis erhalten. Barnea warnte: Abweichungen von festen Regeln im Umgang mit Informanten könnten weitreichende Folgen haben.

Verschwörung
Ein 22-jähriger Mann aus Haifa und drei weitere Verdächtige sollen in den kommenden Tagen angeklagt werden, nachdem sie laut Polizei im Auftrag eines iranischen Agenten Sprengstoff hergestellt hätten. Gegen sie wird wegen einer mutmaßlichen Verschwörung ermittelt, die einen Angriff auf Ex-Premier Naftali Bennett zum Ziel hatte. Der Hauptverdächtige soll seit Sommer 2025 Kontakt zu einem iranischen Agenten gehabt haben. Gemäß den Ermittlungen mietete er eine Wohnung im Zentrum von Haifa, um dort gemeinsam mit Komplizen Sprengstoff zu fabrizieren.

Warnung
Seit März hat das Kabinett die Genehmigung von 34 neuen Siedlungen im Westjordanland vorangetrieben. Er »schlage zehnfachen Alarm« hinsichtlich der personellen Lage der Streitkräfte, warnte IDF-Chef Eyal Zamir eindringlich während der Sitzung. Er betonte, dass zusätzliche Soldaten benötigt würden, um den wachsenden operativen Anforderungen gerecht zu werden – auch jenen, die durch mehr Siedlungen entstehen könnten. Der Plan zur Genehmigung neuer Siedlungen ist Teil einer umfassenderen Initiative von Finanzminister Bezalel Smotrich und Verteidigungsminister Israel Katz, um die Situation vor Ort langfristig zu verändern.

Geburt
Im Safaripark von Ramat Gan ist während des Krieges mit dem Iran ein seltenes Wildesel-Fohlen geboren worden. Nach Angaben der Parkverwaltung ist es bereits der dritte Nachwuchs von Mutter Bar und Vater Judd. Die Geburt gilt als wichtiger Erfolg für den Artenschutz: Der Afrikanische Wildesel zählt zu den seltensten Säugetieren der Welt und ist stark gefährdet. Das Fohlen kam früher als erwartet zur Welt und wird nun von Tierpflegern eng überwacht. In freier Wildbahn leben Schätzungen zufolge nur noch wenige Hundert Tiere, vor allem in Äthiopien, Eritrea und Somalia. Ihr Überleben ist durch Jagd, den Verlust von Lebensräumen sowie die Konkurrenz mit Nutztieren um Wasser und Nahrung bedroht. Der Afrikanische Wildesel gilt als Vorfahre des Hausesels.

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