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Meinung

Die Fußball-WM war ein voller Erfolg

Natürlich gibt es keine einfache Antwort auf die Frage, ob diese Fußball-WM noch Jahrzehnte später als besonders großartig und unvergesslich gefeiert werden wird. Wie auch, schließlich breitet sich die weltweite Vertrottelung rapide aus, und entsprechend kann niemand garantieren, dass sich am Ende noch eine nennenswerte Anzahl Menschen an die WM 2026 erinnern kann.

Immerhin lassen sich die sieben Kriterien, die Nick Hornby in seinem Buch Fever Pitch für ein unvergessliches Fußballspiel postulierte, auch auf Weltmeisterschaften anwenden. Zu diesen Punkten gehören nämlich definitiv nicht formvollendetes Tiki-Taka oder endlos lange Nachspielzeiten, sondern: viele Tore, empörende Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, verschossene Elfer sowie Platzverweise und, ganz wichtig, irgendeine Form von schändlichem Zwischenfall.

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Mit Letzterem meinte Hornby zwar vor allem sich prügelnde Spieler. Er konnte aber nicht ahnen, dass 34 Jahre später ein US-Präsident mit einem Anruf beim FIFA-Chef für die Rücknahme einer Rotsperre sorgen würde. Oder dass ein Funktionär des ägyptischen Fußballverbandes anti-israelische Terroristen als »Märtyrer« feiern würde, ohne sanktioniert zu werden.

Gemessen an Hornbys Kriterien war diese WM also ein voller Erfolg. Auch das Drumherum war durchaus unterhaltsam, woraus folgt, dass Schottland ein automatisches Startrecht verliehen bekommen muss.

Israel sollte so lange automatisch qualifiziert sein, bis auch der letzte Depp verstanden hat, dass das Land nicht verschwinden wird.

Schließlich sorgten die massenhaft verbreiteten Filmchen von den sich und das Leben feiernden Fans mit ihren Dudelsäcken für viel bessere Laune als die meisten Mannschaften auf dem Platz. Für Geräuschempfindliche kann die FIFA ja einfach angenehme Ersatzquartiere bereitstellen.

Erling Haaland und sein ausgestopfter Waschbär müssten natürlich ebenfalls immer dabei sein. Und Israel sollte so lange automatisch qualifiziert sein, bis auch der letzte Depp verstanden hat, dass das Land nicht verschwinden wird.

Meinung

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