Meinung

Der Effekt des Hasses

Wir wissen noch wenig, aber das, was wir wissen, ist entsetzlich und weltweit von grausamer Konsequenz: In der amerikanischen Hauptstadt Washington D. C. wurden zwei junge Menschen kaltblütig ermordet, als sie das Jüdische Museum verlassen haben. Der Täter hat das junge Paar aus nächster Nähe erschossen, weil es dort eine jüdische Veranstaltung besucht hatte.

Während er Menschenleben auslöschte, soll der Mann mit Keffiyah um den Hals »Free, free Palestine« gerufen haben, und als die Polizei ihn festnahm, habe er gesagt, er habe es »für Gaza« getan.

Lesen Sie auch

Die permanente Dämonisierung Israels hat zwei junge Leben zerstört - und das ihrer Angehörigen. Diese Morde stehen für die unglaubliche Eskalation des weltweiten Antisemitismus seit den Massakern der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 und bedeuten nicht weniger als Todesangst für Juden auf der ganzen Welt.

Im Zuge der historisch brutalen wie absurden Täter-Opfer-Umkehr nach dem Schwarzen Schabbat hat sich ein vereinter Judenhass Bahn gebrochen, den niemand mehr für möglich gehalten hat. Zuerst Online, dann auf der Straße und schließlich sogar im Freundeskreis mussten Juden erleben, dass Hasspropaganda im Jahr 80 nach der Schoa zu einem menschenverachtenden Trend geworden ist.

Juden werden beschimpft und angegriffen, fühlen sich auf Reisen nicht mehr sicher, und nun auch nicht mehr zu Hause. Denn das war auch das ermordete Paar, dessen Verlobung bevorstand, in Washington: zu Hause. Und was machen die Nachbarn?
In seligem Angedenken.

Kommentar

Sánchez’ alter, antisemitischer Trick

Wer trägt die Verantwortung für die jüngste Katastrophe in Ceuta? Ausnahmsweise wohl nicht »die Zionisten«

von Rafael Seligmann  02.08.2026

Meinung

Die Vereinten Nationen und ihre obsessive Fixierung auf den jüdischen Staat

Warum der Staatengemeinschaft ihre Heuchelei und Doppelmoral eher früher als später zum Verhängnis werden wird

von Daniel Neumann  01.08.2026

Kommentar

Die Hinrichtungen gehen weiter

Nach der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung im Januar setzt das iranische Regime die Exekutionen vor den Augen der Welt fort

von Nila Mozafari  30.07.2026

Meinung

Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein

Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben

von Vladimir Vertlib  29.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich klar und deutlich als solche benannt werden

von Ali Ertan Toprak  29.07.2026

Vladimir Shikhman

Meinung

Das ibug-Festival 2025 – eine sächsische Documenta?

Antisemitismus in der Kunst: Auf dem internationalen ibug-Festival in Chemnitz wurden im vergangenen Jahr Werke gezeigt, die antisemitische Klischees reproduzierten. Droht dieses Jahr eine Wiederholung?

von Vladimir Shikhman  28.07.2026

Meinung

KI: Wie die Welt einmal untergehen könnte

Der Kontrollverlust der Softwarefirma OpenAI über ihr neuestes Modell macht erneut die Notwendigkeit deutlich, KI-Technologie stärker zu regulieren. Dabei geht es um nicht weniger als die Zukunft der Menschheit

von Joshua Schultheis  28.07.2026

Meinung

»Blutspur Antwerpen« – Ein Lehrstück in Sachen Antisemitismus

Keine einzige Rezension hat den Krimi bislang als das gewertet, was er ist: Ein rassistisches Machwerk in Gestalt einer »antisemitischen Parabel«

von Achim Bühl  27.07.2026

Meinung

Die Gefahr des Islamismus endlich ernst nehmen

Nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD reichen Bekundungen der Trauer und Betroffenheit nicht. Es braucht konkretes gesetzgeberisches Handeln, um dem Terror zu begegnen

von Volker Beck  26.07.2026