Eurovision

Weimer fährt für Israels ESC-Auftritt nach Wien

Wolfram Weimer (parteilos) Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Israel tritt trotz Kritik beim Eurovision Song Contest (ESC) an - und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will dabei sein. »Es ist kein Ort, wo politische Dinge in dieser Dimension eine Rolle spielen sollten«, sagte Weimer in Brüssel am Rande eines Treffens der europäischen Kulturminister über den Musikwettbewerb. Er sei sehr froh, dass Israel singen dürfe und fahre deshalb nach Wien, um sich auch den israelischen Sänger anzuhören. 

Noam Bettan singt für Israel den Popsong »Michelle«. Für Deutschland geht Sarah Engels mit dem Lied »Fire« ins Rennen – ihren Beitrag erwähnte Weimer nicht. Beim ESC entsenden die öffentlich-rechtlichen Sender eine Musikgruppe, einen Künstler oder eine Künstlerin für ihr Land. 

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Mehrere Länder, darunter Spanien und die Niederlande, boykottieren den ESC in diesem Jahr als Reaktion auf das Vorgehen Israels im Gazastreifen nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel. Es wird zudem mit Protesten und Störaktionen gerechnet. Zuvor war diskutiert worden, ob Israel ausgeschlossen wird. Die Mitgliedssender der Europäischen Rundfunkunion (EBU) entschlossen sich aber im Dezember dagegen. 

Weimer hatte sich dafür eingesetzt, dass Israel teilnehmen kann. Die Sender seien autonom, aber er sei froh, dass sich am Ende eine deutliche Mehrheit »für die Offenheit, für die Toleranz und für das einigende Band der Musik« entschieden habe, sagte Weimer. Das Interesse am ESC sei gewaltig. »Ich glaube, wir können uns auf einen ESC freuen, der ein ganz großes Musikfest ist.«

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