Im Sommer 2023 sorgte Greta Gerwigs »Barbie« zusammen mit Christopher Nolans »Oppenheimer« für ein kleines Kinowunder. Kein Wunder, dass der Film solch einen Erfolg hatte: Gerwig webt rund um die langbeinige Puppenschönheit aus dem Haus Mattel eine voller komischer Ideen steckende Geschichte um eine handfeste weibliche Identitätskrise und den »Gender Trouble« sowohl bei Männlein als auch Weiblein.
Zu Beginn gerät das pinkfarbene Leben von Barbie (Margot Robbie) gehörig aus dem Gleichgewicht, als sie plötzlich dunkle Gedanken über den Tod heimsuchen. Um wieder sorglos wie früher zu werden, reist sie mit ihrem Verehrer Ken (Ryan Gosling) aus der Barbie-Welt in die Welt der Menschen, wo überraschenderweise ganz andere Regeln herrschen. Das setzt einiges bei ihr, aber auch bei Ken in Gang.
Zwischen Selbstsuche, sanfter Systemkritik, Culture-Clash-Komödie und Musical betreibt der Film Fanservice und wirft zugleich einen ironischen und kritischen Blick auf den Barbie-Kosmos. Bei den Oscars 2024 zog »Barbie« im Vergleich zu »Oppenheimer« klar den Kürzeren, doch immerhin gab es den Oscar für den besten Filmsong für »What was I made for« von Billie Eilish.
»Barbie«, Mittwoch, 13. Mai, 20.15 - 22.25 Uhr, RTL