Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Sacha Baron Cohen lässt seine Kultfigur Ali G nach 24 Jahren Kinopause wieder von der Leine: In »Ali G: Who Iz I?« kehrt der Schauspieler und Komiker als Möchtegern-Gangsta mit Goldketten, übergroßen Hip-Hop-Klamotten und reichlich absurden Fragen zurück. Der Film knüpft an Cohens satirisches Spiel mit Vorurteilen, gesellschaftlichen Klischees und ahnungslosen Gesprächspartnern an. Doch noch vor dem Kinostart formierte sich Widerstand: Kritiker werfen Ali G vor, »rassistische Stereotype« zu bedienen, während Cohen seine Figuren als Mittel versteht, um Dummheit und Vorurteile bloßzustellen.

Bob Dylan zeigt sich immer noch in Bestform. Beim Auftaktkonzert seiner Deutschlandtournee am vergangenen Freitag in Flensburg begeisterte der amerikanische Singer-Songwriter die rund 3000 Fans im Saal. Lässig tänzelte der 85-Jährige über die Bühne, solierte temperamentvoll auf dem Klavier, sang mal mit, mal ohne Mikro und hauchte seiner Musik neuen Atem ein. Die Kritik war begeistert, denn in der Performance so mancher Titel gebe er sich immer noch »wie ein junger Gott«. So urteilte zumindest das Magazin »Rolling Stone«. Sein letztes Konzert hierzulande wird der Künstler, der unter anderem mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, am 22. November in Frankfurt geben.

Susan Sideropoulos glaubt, dass wir nicht alles wissen oder verstehen, und fragt: Was, wenn es zwischen Himmel und Erde viel mehr gibt, als wir erklären können? Auf der Suche nach einem Zeichen von ihren verstorbenen Eltern, so die Schauspielerin und Fernsehmoderatorin auf Instagram, habe sie Kontakt mit einem Medium aufgenommen und dabei Dinge erlebt, die sie nicht beweisen könne, die sie aber unglaublich berührt und bewegt hätten. Über ihre Erfahrungen, Zweifel und Dankbarkeit spricht die 46-Jährige im Podcast »Im Hier & Jenseits«.

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Orian Goren hatte Gelegenheit, Atmosphäre im 23-köpfigen Profikader des FC Barcelona zu schnuppern. Beim Spiel gegen Real Madrid am Sonntag saß der israelische Mittelfeldspieler zwar die gesamte Spielzeit über auf der Ersatzbank, jedoch allein die überraschende Berufung des 17-jährigen Talents aus der Jugendakademie La Masia in das prestigeträchtige Team um Trainer Hansi Flick ist Anerkennung genug. Am Ende unterlag die Mannschaft beim El Clásico mit 1:2.

Avishai Cohen macht die Poesie von Leonard Cohen zu Jazz: Für sein neues Album »Unbiblical« hat der israelische Bassist, Sänger und Komponist Gedichte aus dem letzten Buch des 2016 gestorbenen kanadischen Singer-Songwriters vertont. Die 14 Stücke wurden in Paris aufgenommen, nachdem die Familie Leonard Cohens und die Verwalter seines Nachlasses zugestimmt hatten. Die Weltpremiere des Projekts ist für den 13. Januar 2027 im Kulturzentrum von Tel Aviv geplant. Anschließend soll eine internationale Tournee folgen. Damit begegnen sich zwei herausragende Künstler mit demselben Nachnamen, die auf ganz unterschiedliche Weise Musik und Literatur verbinden.

Gal Gadot will mit ihrer Familie dauerhaft nach Israel zurückkehren. Die als Wonder Woman weltberühmt gewordene Schauspielerin lebt seit fast zwölf Jahren in den USA, fühlt sich dort angesichts zunehmender antisemitischer Anfeindungen und antiisraelischer Proteste aber immer unwohler. Inzwischen trägt sie in der Öffentlichkeit sogar eine Maske, um nicht erkannt zu werden. Bei einem Auftritt in der israelischen Satiresendung »Eretz Nehederet« erklärte die vierfache Mutter, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann Jaron Varsano und den Töchtern zurückziehen wolle. Ein Haus in Israel ist bereits im Bau. Gadot war eigens zur Parlamentswahl in ihre Heimat gereist und hatte erklärt, sie stimme für einen politischen Wandel.

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Adam Brody und Kristen Bell sorgen in der dritten Staffel der Netflix-Erfolgsserie »Nobody Wants This« erneut für romantische Turbulenzen. Brodys Figur lebt mit der freimütigen Podcasterin Joanne (Bell) zusammen, die sich zunehmend mit den Traditionen und Anforderungen einer Konversion zum Judentum beschäftigt. Die beiden Schauspieler überzeugen mit ihrem Zusammenspiel und einer Liebesgeschichte, die auch die Schwierigkeiten einer Beziehung zwischen unterschiedlichen Lebenswelten ernst nimmt.

René Goscinny, der neben »Asterix« auch »Lucky Luke« prägte, hätte an den neuen Abenteuern des Cowboys vermutlich seine Freude gehabt. Zum 80. Geburtstag der Comicfigur erscheint mit »Heiliger Lucky!« ein Jubiläumsband, in dem der Mann, der schneller zieht als sein Schatten, unverhofft zum Mittelpunkt einer neuen Glaubensgemeinschaft wird. Hinter dem sogenannten Lukismus steckt ein Prediger, der aus Dankbarkeit für seine Rettung kurzerhand einen Kult um den Westernhelden aufbaut und damit die Frage aufwirft, wie sich Religion für Macht und Geld instrumentalisieren lässt. Der Band verbindet klassischen Wildwest-Humor mit aktuellen Themen wie Verschwörungstheorien, Falschinformationen und dem Umgang mit indigenen Völkern. Goscinny, der von 1955 bis zu seinem Tod 1977 die Lucky-Luke-Geschichten textete, hatte dem einsamen Cowboy einst jenen scharfzüngigen Witz verliehen, der die Serie bis heute auszeichnet.

Gene Simmons, der Bassist, Sänger und Mitbegründer von Kiss, wurde für Doro Pesch vom Idol zum Mentor. Die deutsche Metal-Queen entdeckte die amerikanische Rockband als Schülerin mit dem Album »Alive II« und sagt bis heute: »Ich habe wegen Kiss angefangen, Musik zu machen.« Jahrzehnte später produzierte Simmons ihr Album »Doro« von 1990. Nun feiert Pesch mit ihren Helden 50 Jahre Kiss in Deutschland: Beim Jubiläumsabend »KISS 50 Germany« am in Düsseldorf wird sie gemeinsam mit der Kiss Forever Band und dem Kiss-Gitarristen Tommy Thayer auf der Bühne stehen.

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