Tel Aviv

Gal Gadot will mit ihrer Familie nach Israel zurückkehren

Die Schauspielerin Gal Gadot Foto: picture alliance / Jordan Strauss/Invision/AP

Die israelische Schauspielerin Gal Gadot fühlt sich in den USA angesichts zunehmender antisemitischer Anfeindungen und antiisraelischer Proteste zunehmend unwohl. In der Öffentlichkeit greife sie inzwischen sogar zu einer Gesichtsmaske, um weniger aufzufallen. Zugleich kündigte der Hollywoodstar an, gemeinsam mit ihrem Mann und den vier Töchtern nach Israel zurückziehen zu wollen.

»Es ist heutzutage schwierig, als Israelin im Ausland zu leben«, sagte Gadot am in einer Sondersendung der satirischen israelischen Fernsehsendung »Eretz Nehederet«. Die Schauspielerin, die vor allem durch ihre Rolle als Wonder Woman international bekannt wurde, schilderte dabei die Feindseligkeit, der sie während ihres Lebens in den Vereinigten Staaten begegne.

Gadot beklagte, dass sie immer wieder versuche, Amerikanern die israelische Perspektive zu vermitteln. »Es gibt viel Hass. Ich versuche ihnen zu erklären, dass das, was ihr von dort aus seht, nicht das ist, was wir hier sehen. Und das, was wir hier sehen, seht ihr dort nicht«, sagte sie.

Rückkehr zur Stimmabgabe

Der Auftritt im israelischen Fernsehen stand im Zeichen der Parlamentswahl. Gadot war eigens nach Israel gereist, um ihre Stimme abzugeben. Die Schauspielerin lebt seit fast zwölf Jahren in den USA und hatte bereits zuvor ein Video veröffentlicht, in dem sie ihre Landsleute zur Teilnahme an der Wahl aufrief. Sie erklärte außerdem, für einen Wandel zu stimmen, verriet jedoch nicht, welcher Partei sie ihre Stimme gegeben hatte.

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In der Wahlsendung trat Gadot auch in einem Sketch mit dem Schauspieler Yuval Semo auf. Dieser spielte einen meinungsstarken Taxifahrer namens Asher, der die Schauspielerin nach ihrer Ankunft am Flughafen beförderte. Er wollte wissen, ob sie tatsächlich zum Wählen gekommen sei oder lediglich einen Auftritt in der Unterhaltungssendung »The Masked Singer« plane. Gadot stellte klar, dass sie wegen der Wahl zurückgekehrt sei.

Als der Taxifahrer sie begeistert als Zionistin und Patriotin bezeichnete, antwortete sie mit einem bekannten Satz des jüdischen Gelehrten Hillel des Älteren: »Wenn nicht jetzt, wann dann?«

Langfristig in Israel

Gadot bestätigte bei dem Auftritt außerdem, dass sie langfristig wieder in Israel leben möchte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Jaron Varsano und den vier gemeinsamen Töchtern wolle sie in das Land zurückkehren. Drei der Kinder wurden in den Vereinigten Staaten geboren. Nach Angaben der Schauspielerin baut die Familie bereits ein Haus in Israel.

Ihr Fernsehauftritt folgte auf eine besondere Ehrung: Am Montagabend hatte Gadot von der Bar-Ilan-Universität die Ehrendoktorwürde erhalten. In ihrer Dankesrede sprach sie über gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Verantwortung füreinander. Dabei ging sie auch auf die Herausforderungen ein, vor denen Israel seit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 steht.

»Ich glaube an unsere Fähigkeit, hier eine bessere Zukunft aufzubauen – eine Zukunft mit Sicherheit, Hoffnung und der Bereitschaft, einander zuzuhören und zusammenzuarbeiten«, sagte Gadot. ja

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