Jerusalem

Cohen interpretiert Cohen

Avishai Cohen bei der Arbeit Foto: picture alliance/dpa/CTK

Unbiblical heißt das neue Werk des Bassisten, Sängers und Komponisten Avishai Cohen. Die Weltpremiere in Form eines Konzertes findet am 13. Januar 2027 im Kulturzentrum Tel Aviv statt. Der Künstler wählte für diese Vorstellung offensichtlich einen besonderen Ort aus, unweit seiner Heimatstadt Jerusalem.

Auch das Konzept der neuen Aufnahme kann problemlos als Besonderheit bezeichnet werden: Avishai Cohen interpretiert darauf nämlich Gedichte aus Leonard Cohens letztem Buch The Flame. Für diese Texte schrieb er Musik, mit der sie untermalt werden. Gedichte in einer neuen Dimension werden damit zu hören sein.

Die Organisatoren des Premierenkonzertes schrieben, auf Unbiblical träfen sich die tiefsinnige Poesie des 2016 verstorbenen Leonard Cohen und die zeitgenössische Musiksprache von Avishai Cohen. Einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts, der eine enge Verbindung zu Israel hatte, ist damit über den Jazz mit israelischem Einfluss erneut mit dem jüdischen Staat verbunden.

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Die 14 Songs für Avishai Cohens neues Album wurden in Paris aufgenommen, nachdem sich die Familie von Leonard Cohen und die Verwalter seines Nachlasses einverstanden erklärt hatten.

Nach der Premiere in Tel Aviv will Cohen mit seinen Cohen-Interpretationen eine internationale Tour starten. Zunächst präsentiert er jedoch mit seiner Formation älteres Material in Europa. Auch auf deutsche Bühnen wird Avishai Cohen auftreten, nämlich am 3. November bei den Leverkusener Jazztagen (Tickets) und am 10. Dezember in Ludwigshafen (Tickets). Hinzu kommen Konzerte in Luxemburg, Tschechien, Belgien und Frankreich.

Avishai Cohen wurde 1970 im Kibbuz Kabri im Norden Israels geboren und wuchs in Beit Zayit auf, bis seine Familie mit ihm in die USA umzog. Mit neun Jahren begann er, Klavier zu spielen. Mit 14 wechselte er zum Bass. Nach seiner Rückkehr nach Israel studierte er Bass an der Akademie für Musik und Kunst in Jerusalem. Im Alter von 22 Jahren zog Cohen erneut nach Amerika. In New York arbeitete er auf dem Bau, während er mit dem Pianisten Danilo Pérez spielte und in der Jazzwelt bekannt wurde. Sein erstes Soloalbum Adama erschien im Jahr 1998.

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