Die Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum verleiht am 5. November in Berlin zwei deutsch-israelischen Demokratieprojekten den Shimon-Peres-Preis. Die mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an die Dialogorganisation »Tech2Peace« aus Haifa und die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg sowie an ein Projekt, das Menschen mit psychischen Erkrankungen die Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen soll.
Wie die Stiftung am Donnerstag in Berlin mitteilte, wird der Preis von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) im Roten Rathaus verliehen. Die Auszeichnung erinnert an den ehemaligen israelischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres (1923-2016). »Tech2Peace« aus Haifa und die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg werden für das Aufrechterhalten des Dialogs in Krisenzeiten ausgezeichnet, heißt es in der Begründung der Jury.
Junge Israelis, Palästinenserinnen und Palästinenser und Deutsche seien in einem Pilotprojekt zusammengekommen, um zu diskutieren, wie der Nahostkonflikt auf Gesellschaften außerhalb der Region wirkt. Es sei darum gegangen, trotz Meinungsverschiedenheiten im Gespräch zu bleiben.
Preis wird zum zehnten Mal verliehen
Das zweite ausgezeichnete Projekt ist den Angaben zufolge eine Kooperation der Shekulo Tov Group aus dem israelischen Lod mit dem Institut für Lebenskompetenz aus Berlin. Das Projekt verbinde Gesundheitswesen, Sozialsystem und Arbeitsmarkt, damit Betroffene gleichberechtigt am Arbeitsleben teilhaben können und nicht den Anschluss verlieren. Der Preis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. epd