Forum

Leserbriefe

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Standpunkt
Philipp Peyman Engel: »Das ZDF hat richtig gehandelt. Auch bei Danger Dan und Igor Levit gilt: Aufrufe zu Gewalt und Terrorverherr­lichung müssen nicht gesendet werden«
Jüdische Allgemeine vom 23. Juli

Danke für Ihren präzisen und deutlichen Kommentar. Wir kommen im Kampf gegen Antisemitismus und Unfreiheit nicht weiter, wenn wir anfangen, uns die Köpfe einzuschlagen. Oder das zu propagieren. Mir macht Sorge, dass wir in der Gesellschaft bereits so weit angelangt sind, dass Gewaltoptionen allein schon diskutiert werden. Da frage ich mich, ob das heutige Deutschland nicht doch auf dem Wege ist, zumindest wieder ein bisschen Weimar zu werden. Tun wir gemeinsam alles, um zu verhindern, dass es so kommt!
Wolf Achim Wiegand (per E-Mail)

Der Rechtsstaat wird von rechts und links in die Zange genommen. Hinzu kommen Islamisten aus allen Richtungen. Das kann man nicht oft und deutlich genug sagen. Danger Dan und Co. sollten einen Orden bekommen. Nämlich den noch zu stiftenden Orden »Bester AfD-Wahlkämpfer des Monats«. Da gibt es leider noch etliche mehr, die eine solche »Auszeichnung« verdient hätten.
Stefan Nowak (per E-Mail)

Die Absage seitens des ZDF mag, aus Sicht des Senders, gerechtfertigt und/oder streitbar sein. Das mögen andere verhandeln und entscheiden. Wie man es jedoch schafft, einen Liedtext auf die letzten Zeilen zu verkürzen, entzieht sich meinem Verständnis. Vielleicht wäre zur Einordnung des Textes auch die viel umfangreichere Beschreibung von klassischer Antifa-Arbeit (Selbstorganisation, Dokumentation und Aufklärung) zu beachten. Die Beschreibung ebendieser nimmt doch einen erheblich größeren Teil des Textes als die Grüße an verurteilte Straftäter ein. Wer sich mit den Recherchearbeiten diverser »Antifa-Gruppen« beschäftigt hat, der sollte wissen, dass wir dieser unbezahlten und nicht immer ungefährlichen Arbeit einiges Wissen über rechte Strukturen verdanken. Natürlich lässt sich über den immer wieder propagierten »Selbstschutz« in (vermeintlich) linken Kreisen diskutieren, jedoch halte ich Ihre Kritik am Text und Ihren Applaus zur Entscheidung des ZDF für mehr als verkürzt. Ich möchte hier an eine Zeile eines Liedes erinnern, welches Ihnen bekannt sein dürfte: »Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt. Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt.« Wenn wir jenes Lied auf diese Zeilen verkürzen, dann bleibt vom friedlichen Miteinander in Europa wenig übrig. Eine umfassendere Textkritik wäre wünschenswert und angebracht gewesen. So verkommt der Artikel leider zu einem Bashing der wenigen verbliebenen stabilen linken Kreise. Eine tiefere inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Text hätte vielleicht die Tür zu einer Diskussion geöffnet. Eine vertane Chance. Schade.
Frieder Bleicher (per E-Mail)

Um es kurz zu sagen: Ich finde diese absolute und polemische Entsolidarisierung von Danger Dan und Igor Levit furchtbar! Nirgendwo steht in dem Lied »Keine Angst«, dass sich auf die »Weiße Rose« und Sophie Scholl zur Legitimierung von antifaschistischem Widerstand bezogen wird. Im Gegenteil! Es geht um die Realität, welche seit Jahrzehnten in dieser Republik vorhanden ist. Aufgewachsen in Chemnitz, bin ich seit Anfang der 90er-Jahre mit Gewalt durch Neonazis konfrontiert, inklusive Krankenhausaufenthalt et cetera. In meiner Generation der in den 70er-Jahren Geborenen hat sich niemand ausgesucht, »Antifa« zu sein. Jede Person, die zu einer »Subkultur« gehörte, egal ob Punk, Hippie, Gruftie, DeMo, Hip-Hop oder was weiß ich, war permanentes Angriffsziel von Nazis. Unterstützung durch die Staatskräfte gab es keine. Was sollte man sonst tun, als zur »Selbsthilfe« zu schreiten? Was wir wollten, war, unser Leben zu leben und unseren kulturellen Projekten nachzugehen. Sich mit Faschos zu hauen, war nicht eingeplant. Doch wenn 50 Nazis deinen Verein angreifen und die Polizei nicht kommt, was soll man da machen? Jetzt ausgerechnet Danger Dan und Igor Levit so anzugreifen, obwohl sie nur sagen, was ist, und seit Jahrzehnten gelebte Erfahrung beschreiben, kann ich nicht verstehen.
Patrick Pritscha (per E-Mail)

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Reform
Ayala Goldmann: »Die Rente ist sicher. Trotz Stimmungstief in Deutschland: Die Vorschläge der Alterssicherungs­kommission weisen in die richtige Richtung«
Jüdische Allgemeine vom 9. Juli

Frau Goldmann schreibt, dass es ihr nichts ausmache, etwas länger zu arbeiten, um die Rente zukunftssicher zu halten. Das ist ihr gutes Recht, und das ist auch nicht mein Kritikpunkt. Was mir allerdings sehr unangenehm aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass sie aus ihrer privilegierten Situation als Journalistin schreibt und absolut kein Wort für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denen es nicht möglich ist, über 67 Jahre hinaus zu arbeiten, übrig hat. Viele von uns, so auch ich, haben nicht das Glück, gesund dem Rentenalter entgegenzusehen. Für uns sind die Beschlüsse der Rentenkommission ein Kürzungsprogramm, weil wir bereits die bisherige Regelaltersgrenze von 67 Jahren nicht erreichen (können). Aus diesem Grund halte ich den Beitrag für ausgesprochen unsensibel und auch in der aktuell von rechten und linken Populisten aufgeheizten politischen Stimmung für unklug.
Jens Nitschkowski, Königswinter

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Meinung
Tobias Kühn: »Ein Denkmal gegen das Erinnern. Die Performance des jüdischen Künstlers Alon Ishay hat eine neue Debatte über den Umgang der österreichischen Hauptstadt mit ihrer antisemitischen Geschichte angestoßen«
Jüdische Allgemeine vom 9. Juli

Natürlich war Karl Lueger schon zu seinen Lebzeiten eine sehr umstrittene Person. Kaiser Franz Josef hat nicht umsonst mehrmals sein Veto gegen Luegers Ernennung zum Bürgermeister eingelegt; wenn der Papst nicht höchstpersönlich eingeschritten wäre, wäre er es vermutlich nie geworden. Ich verstehe, dass Sie gerade in der heutigen Zeit ein solches Denkmal mit einem etwas schalen Beigeschmack im Mund ansehen; es geht mir nicht anders. Sollten wir deshalb alle Statuen oder Ähnliches von Personen, die moralisch nicht integer waren, aus der Öffentlichkeit verbannen? Welche Denkmäler blieben dann noch übrig? Diejenigen Martin Luthers nicht, Voltaires nicht, Napoleons nicht, Bismarcks nicht. Vielleicht noch diejenigen gänzlich unpolitischer Künstler, aber die müssen Sie erst einmal finden. Ein Denkmal bedeutet ja nicht, dass der dargestellten Person grenzenlose Verehrung gebührt, die gebührt keinem Menschen. Wäre das eine für Sie erstrebsame Welt? Was genau würden wir damit bezwecken? Die negativen Taten dieser Personen werden doch dadurch nicht ungeschehen; Geschichte ist stets eine Abfolge von Glück und Leid, Recht und Unrecht – ist das ein Grund, nur die für uns angenehmen Seiten zu betrachten? Haben wir im Tanach nicht ebenso eine Reihe komplexer Personen, derer wir dennoch gedenken? Pinchas, David, Schlomo, beispielsweise? (Diese drei gelten im Christentum interessanterweise als Heilige, wenn ich mich nicht irre.) Wir haben sogar einige Feste und Rituale, die anderen missfallen könnten. Sollen wir aus Rücksicht gegenüber Iranern kein Purim mehr feiern? Aus Rücksicht gegenüber Griechen kein Chanukka? Die Birkat Haminim aus der Amida streichen? Im weltlichen Bereich singen am 14. Juli Millionen von Franzosen die Marseillaise. Sie kennen deren Text sicher gut genug, um zu wissen, dass es sich um keine Ode an Völkerverständigung und Toleranz handelt. (…) Judenfreundliche Absichten hatte Lueger sicher nicht, da gebe ich Ihnen recht. Aber durch seine Maßnahmen zur deutlichen Hebung des Lebensstandards in Wien hat er die Zufriedenheit der Bevölkerung deutlich gesteigert. Und ein völlig zufriedener Mensch hasst nicht, denn Hass ist nur ein Mechanismus zur Verdrängung seiner eigenen Hilflosigkeit. Der Antisemitismus (und anderer Hass) wurde zu Luegers Zeiten wie heute durch eine sehr schlechte wirtschaftliche Lage und gesellschaftliche Probleme bedingt; anstelle sich mit der schwierigen Frage zu befassen, wie diese gelöst werden können, wurde und wird die aufgestaute Spannung ganz einfach wie durch einen Blitzableiter auf einen Sündenbock umgeleitet. Das beendet die Missstände nicht, verhilft aber dem sie ausnutzenden Politiker zu einer großen Wählerschaft, die er anders nie erreichen könnte.
Cassio Bernard, Wien

Dass sich – insbesondere aus historischer Perspektive – das heutige Wien von »Luegers Lügen« nicht eindeutig distanzieren kann, ist ein Treppenwitz der Geschichte und symptomatisch für eine missglückte (und noch ausstehende) Aufarbeitung der eigenen Schuld – in Wien und anderswo im ehemaligen Großdeutschland Hitlers und der Nationalsozialisten.
Klaus Kammerer, Springe

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Podcast
Sven Gösmann und Stella Venohr: »›Quoten-AfDler würden jeder Redaktion guttun‹. Der Unternehmer Ben Berndt erreicht mit seinem YouTube-Format ›ungeskriptet‹ Millionen Hörer. Ihn begleitet der Vorwurf, Rechtsextremen Vorschub zu leisten. Ein Gespräch«
Jüdische Allgemeine vom 9. Juli

Die Philosophie von Ben Berndt greift zu kurz. Zum einen benötigt man keine Quoten-AfDler in den Redaktionen, wenn man in den klassischen Medien besser verstehen möchte, warum so viele Menschen sich mittlerweile zu den Rechtspopulisten hingezogen fühlen, da die beste journalistische Rechercheform diesbezüglich immer noch darin liegt, in den Hochburgen der Partei die Bevölkerung direkt zu befragen, was immer noch viel zu selten geschieht. Zum anderen erscheint es nicht ausreichend, beim Briefing für die eigenen Talk-Gäste sich einfach nur auf einen kurzen Auszug aus einem Computer-Algorithmus zu verlassen, da man sich insbesondere auf mehrdeutige Personen wie Björn Höcke, die je nachdem, vor welchem Publikum sie auftreten, nicht nur vom Stil her sehr unterschiedlich sprechen, bereits auf einer tiefergehenden Ebene vorbereiten muss. Deshalb bleibt zumindest diese Podcast-Folge eine intellektuelle Enttäuschung, wo in jedem Fall viel stärker thematisiert und kritisch hinterfragt hätte werden müssen, wie sich der politische Anspruch des Thüringer AfD-Chefs, ein echter Patriot zu sein, eigentlich mit den Angriffen auf die historische Erinnerungskultur in Deutschland verträgt.
Rasmus Ph. Helt, Hamburg

Das Interview mit dem Podcaster Ben Berndt hat mich ziemlich irritiert zurückgelassen. Denn hierbei handelt es sich ja um einen jener »Medienmacher«, die eine große Rolle dabei spielen, rechtsextremen Parteien zum Erfolg zu verhelfen. Herr Berndt betreibt mit seinem Podcast »ungeskriptet« einen äußerst einflussreichen Kanal, ohne dabei meines Erachtens journalistischen Standards zu genügen. In seinen Gesprächen – etwa mit Björn Höcke – vermisse ich jegliche kritische Distanz. Statt einzuordnen und nachzufragen, bietet er seinen Gästen eine Bühne, auf der sie ihre Positionen ungefiltert verbreiten können (das hat ja auch die Landesmedienanstalt von Nordrhein-Westfalen beanstandet und eine nachträgliche Einordnung gefordert, was Berndt jedoch ablehnt mit der Begründung, er sei kein Journalist und wisse nicht, was journalistische Standards seien). Vor diesem Hintergrund verstehe ich nicht, warum Ihre Redaktion Herrn Berndt eine weitere Plattform bietet. Die kritischen Nachfragen in Ihrem Interview waren für mein Empfinden zu wenig scharf formuliert. Diese Rückmeldung wollte ich Ihnen als treuer Leser gern geben.
Peter Gutsche, Heidelberg

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Migration
Tobias Kühn: »Mehr Juden, bitte! Der wachsende Antisemitismus erfordert neue politische Antworten. Ein Plädoyer dafür, die Einwanderung von Juden in die Bundesrepublik zu erleichtern«
Jüdische Allgemeine vom 2. Juli

Grundsätzlich wäre es selbstverständlich zu begrüßen, wenn jüdisches Leben in Deutschland weiter wachsen und sichtbarer werden würde. Allerdings bezweifle ich, dass dies automatisch zu einer höheren gesellschaftlichen Akzeptanz führt. Juden werden häufig nicht nur als Juden wahrgenommen, sondern zugleich als Angehörige einer Minderheit und Ausländer, was Vorurteilen zusätzlichen Raum geben kann. Mit der Aussage »Wir schaffen das« wurde nach meiner Auffassung eine Zuwanderung ermöglicht, die auch antisemitische Einstellungen nach Deutschland gebracht hat. Bereits damals habe ich die Bundeskanzlerin schriftlich auf diese Problematik hingewiesen. Leider blieb mein Schreiben unbeantwortet, und aus meiner Sicht wurden keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergriffen. Meines Erachtens sollte der Staat konsequent gegen Personen vorgehen, die durch antisemitische Hetze oder entsprechende Straftaten auffällig werden. Wer die freiheitlichen Grundwerte unseres Landes missachtet und antisemitische Ideologien verbreitet, muss mit spürbaren rechtlichen Konsequenzen rechnen. Eine konsequentere Bekämpfung des Antisemitismus könnte aus meiner Sicht zweierlei bewirken: 1. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Handlungsfähigkeit des Staates stärken und damit politischen Randströmungen weniger Raum geben. 2. Die Zahl antisemitisch motivierter Vorfälle reduzieren und so zu einem sichereren Umfeld für jüdisches Leben in Deutschland beitragen. Ich halte es daher für problematisch, anzunehmen, dass Antisemitismus allein durch die Zunahme jüdischer Zuwanderung zurückgedrängt werden könnte. Antisemitismus wird häufig durch Vorurteile, Falschinformationen und Verschwörungserzählungen genährt. Ihm kann nur durch entschlossenes gesellschaftliches und staatliches Handeln begegnet werden. Ebenso erscheint mir die Erwartung, Integration werde allein durch Zuwanderung gelingen, zu kurz gegriffen, zumal die öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht ausgewogen berichten. Solange Frau von der Tann regelmäßig in den Nachrichten erscheint, wird dies von Antisemiten leider nicht als Ausdruck einer vielfältigen Gesellschaft verstanden, sondern von manchen als vermeintliche Bestätigung ihrer Vorurteile interpretiert.
Alexander Levy (per E-Mail)

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Schwäbisch Hall
Michael Schleicher: »Wenn Elefanten Synagogen tragen. In der Unterlimpburger Betstube schuf der Synagogenmaler Elieser Sussmann eines der bedeutendsten Zeugnisse jüdischer Volkskunst in Süddeutschland«
Jüdische Allgemeine vom 2. Juli

Der die beeindruckende Holzsynagoge im Hällisch-Fränkischen Museum Schwäbisch-Hall ausführlich auf einer ganzen Seite (vollkommen berechtigt) würdigende Artikel liegt mit der Zuordnung von vier weiteren zu »Hohenlohe-Franken« leider schief: Denn Bechhofen und Colmberg liegen im Kreis Ansbach, Georgensgmünd im Kreis Roth, also beide in Mittelfranken, Kirchheim in der Nähe von Würzburg in Unterfranken, die von Horb, die der von Unterlimpurg fast gleichwertig ist, eben am Main, und zwar exakt im Kreis Lichtenfels in Oberfranken, ein winziger Ortsteil der Gemeinde Marktzeuln. Dieses Werk des Elieser Sussmann aus dem heute ukrainischen Brody, vom Meister selbst auf 1735 datiert, könnte man auch einmal in der JA vorstellen. Der damalige rührige Pfarrer Heinrich Pöhlmann, der dieses Kleinod, damals als Lagerraum der örtlichen Brauerei verwendet, sozusagen »wiederentdeckt« hat, hat auf gut fünf Seiten seiner »Geschichte des Marktfleckens Küps vorm Frankenwald« (liegt im Kreis Kronach) von 1909 die Schönheiten des Gotteshauses einfühlsam beschrieben und zu »rettender und gewiss hochverdienstlicher Tat« eindringlich aufgerufen. Mithilfe zweier Rabbiner, einmal des nahen Burgkunstadt, Eduard Goitein, beziehungsweise des auch als Historiker aktiven Adolf Abraham Eckstein von Bamberg konnte sie gerettet und 1913 dem Historischen Museum der Stadt überlassen werden. Meines Erachtens doch etwas schade, dass sie in den 60er-Jahren dem Israel Museum als sogenannte Dauerleihgabe überlassen wurde und somit nicht in der Nähe ihrer »heimatlichen Umgebung« noch zu bewundern wäre.
Rainer Domke (per E-Mail)

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Ehrung
Philipp Peyman Engel: »›Mut zu unbequemen Wahrheiten‹. Warum unabhängiger Journalismus in Zeiten von ›israelkritischer‹ Desinformation unverzichtbar bleibt«
Jüdische Allgemeine vom 4. Juni

Ich danke Ihnen für die Kritik an den »denkfaulen« Politikern und unserem wahrlich »bräsigen« Bundespräsidenten, dem ich vor wenigen Jahren meine persönliche Kritik zu seinem beredten Schweigen gegenüber dem islamischen Extremismus zugeschickt habe (»natürlich« bekam ich darauf keine Antwort!). Obwohl das Bundesverfassungsgericht einst das Grundgesetz in seinem Kernbestand als »wehrhafte« Demokratie charakterisiert hat, erscheint dieser Begriff der Mehrheitsgesellschaft wohl als zu »martialisch« – und diese schweigt.
Eugen Wahl, Nürtingen

Man spürt Ihr jüdisches Selbstbewusstsein und jahrzehntelange Erfahrung, sich ehrlich, engagiert und mutig auch aktuellsten Anforderungen zu stellen. Große Teile der deutschen Gesellschaft sind sehr dankbar, dass jüdische Meinungen vielseitig, unangepasst an allzu schnell wechselnde atmosphärische Störungen und auch recht ausführlich zum Leser gelangen. Für uns jüdische Leser gibt die Jüdische Allgemeine Unterstützung und Genugtuung angesichts verbreiteter Gleichgültigkeit und oft schmerzlicher Einseitigkeit vieler anderer Zeitungen. Und lehrreich ist sie immer wieder, für mich auf jeden Fall.
Reinhard Schramm, Erfurt

Leserbriefe sind keine redaktionelle Mei­nungsäußerung. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.

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