»Dschungelcamp«

Gil Ofarim: »Auch ich will ’ne Antwort - vom deutschen Justizsystem«

Foto: RTL

Der erste Dschungel-Promi ist raus: Schauspielerin Nicole Belstler-Boettcher (62) ist an Tag acht aus dem Camp im australischen Regenwald gewählt worden. Das bedeutet den letzten Platz für die frühere »Marienhof«-Darstellerin. Sie bekam die wenigsten Anrufe, gefolgt von ihrem Schauspiel-Kollegen Stephen Dürr (51) mit den zweitwenigsten.

»Keiner will als Erstes gehen«, sagte sie nach ihrem Rauswurf aus der RTL-Show »Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!«. Aber eigentlich seien nur der erste und der letzte Platz wichtig und: »Ich war jetzt echt arg kaputt die letzten zwei Tage.« Worauf sie sich jetzt am meisten freue: »Auf was zu essen.«

Das Fazit der Moderatoren: »Sie war dann halt auch nicht so präsent wie viele andere«, sagte Jan Köppen. »Vielleicht hat sie das auch ausgestrahlt, dass es ok wäre, wenn sie nicht mehr dabei wäre.« Seine Kollegin Sonja Zietlow meinte: »Ich hab so das Gefühl gehabt, man kann sie nicht so richtig in eine Schublade stecken, das machen wir doch so gerne.«

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Nach dem Mitcamper gefragt, den sie am wenigsten vermissen werde, verweist Belstler-Boettcher auf den Musiker Gil Ofarim. Ihm hatte sie bereits im Dschungelcamp - und auch davor - die Meinung gesagt. 

Das tat in der aktuellen Folge der Show auch einmal mehr die jüngste Kandidatin Ariel, die Ofarim in dieser Staffel wegen seines Davidstern-Skandals immer wieder attackiert - auch auf dem Weg zur gemeinsamen Dschungelprüfung (bei der sie fünf von zwölf Sternen erspielten). 

Im Jahr 2021 hatte Ofarim deutschlandweit Schlagzeilen gemacht, als er sich bei Instagram als Opfer von antisemitischen Äußerungen eines Hotelmitarbeiters darstellte. Später stellten sich diese Vorwürfe als falsch heraus. Ofarim musste seine Darstellung zurücknehmen. 

Im Camp will er sich dazu nicht äußern und begründet das mit einer Verschwiegenheitserklärung, die er unterschrieben habe. Dabei würde er gerne sagen, »wie sehr es auf der Zunge brennt«.

Er verstehe, dass die Menschen Antworten wollen. »Auch ich will ’ne Antwort«, sagt er. »Vom deutschen Justizsystem. Aber ich hab‘ diese Verschwiegenheitserklärung unterschrieben.« Und das müsse jeder respektieren und akzeptieren. 

»Was habe ich zugegeben, was habe ich gesagt?«, fragte er im Streit mit Ariel. »Ich habe weder eine Aussage gemacht«, noch habe er Interviews zu dem Skandal gegeben. »Ich hab‘ drei Sätze verlesen und dann war die Sache vorbei.« 

Ofarim sprach nach dem erneuten Streit mit Ariel von einer »Shitshow« und fügte mit Blick in die Kamera hinzu: »Mein RTL«. 

»Den ganzen Shitstorm und alles, was ich abbekomme, damit muss ich wahrscheinlich leben«, betonte der 43-Jährige. »Damit muss ich wahrscheinlich leben für den Rest meines Lebens.«

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