Israels Vertreter Noam Bettan wird beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) am Samstagabend bereits als dritter Künstler auftreten. Die Veranstalter veröffentlichten nach Abschluss der Halbfinals die endgültige Reihenfolge der Auftritte – und unter ESC-Beobachtern gilt ein früher Startplatz traditionell als möglicher Nachteil im Rennen um den Sieg.
Bettan wird seinen Titel »Michelle« nach den Beiträgen aus Dänemark und Deutschland präsentieren. Danach folgen unter anderem Belgien, Griechenland, die Ukraine, Großbritannien, Frankreich, Italien und Gastgeber Österreich.
Trotz der eher ungünstigen Position hoffen israelische Fans auf ein starkes Ergebnis. Im vergangenen Jahr war Israels Teilnehmerin Yuval Raphael ebenfalls früh angetreten und hatte dennoch den zweiten Platz erreicht.
Emotional und präzise
Der 18-jährige Bettan hatte sich bereits am Dienstag für das Finale qualifiziert. Sein Auftritt in Wien wurde von Unterstützern als emotional und präzise gelobt, war jedoch zugleich von lautstarken Buh-Rufen begleitet worden.
Nach seinem Einzug ins Finale bedankte sich der Sänger ausdrücklich bei seinen Anhängern. »Danke an alle Menschen in Israel. Danke an alle Juden weltweit«, sagte Bettan. »Danke, dass ihr für mich abgestimmt habt. Ich liebe euch.«
Bettan erklkärte gegenüber »Ynet«, er habe das Gefühl gehabt, nicht nur für sich selbst aufzutreten. »Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich für den Staat Israel singe«, sagte er. »Das klingt wie das größte Klischee, aber ich fühlte mich wie ein Werkzeug.« im