Berlin

Ulf Poschardt gibt Herausgeber-Position bei »Welt« auf

Ulf Poschardt Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Ulf Poschardt gibt seinen Posten als Herausgeber von »Welt«, »Politico Deutschland« und »Business Insider Deutschland« auf eigenen Wunsch nach anderthalb Jahren wieder ab. Der 59-Jährige wird dafür zum 1. Juli »freiester Mitarbeiter« für die Publikationen, die das Medienhaus unter dem Dachbegriff »Premium-Gruppe« zusammenfasst. Er werde für die »Bild«-Zeitung und alle anderen deutschen und internationalen Medienmarken des Hauses arbeiten, teilte Axel Springer mit.

»Es gibt wenige Autoren, deren Beiträge so leidenschaftlich diskutiert werden wie die von Ulf Poschardt«, erklärte der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer, Mathias Döpfner. Über alle Plattformen hinweg erreiche er etwa mit Leitartikeln und Social-Media-Beiträgen ein Millionenpublikum - dafür wolle man ihm nun den benötigten Raum geben, damit er seine Reichweite und Wirkung weiter ausbauen könne. »Kurz: Wir wollen mehr Ulf Poschardt«, so Döpfner.

»Eine perfekte neue Rolle«

Poschardt selbst wurde in einer Unternehmensmitteilung mit den Worten zitiert: »Im Laufe des vergangenen Jahres habe ich festgestellt, dass ich für meine publizistische Arbeit mehr Freiheit brauche, die sich mit einer formalen Funktion nicht immer vereinbaren lässt.« Er sei daher auf Döpfner zugegangen, woraufhin man »eine perfekte neue Rolle« gefunden habe.

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Poschardt ist im Jahr 2008 als stellvertretender Chefredakteur der »Welt am Sonntag« zu Axel Springer gekommen. 2016 wurde er Chefredakteur der Welt-Gruppe, zum Jahreswechsel 2024/25 dann Herausgeber von »Welt«, »Politico Deutschland« und »Business Insider Deutschland«. Er folgte damals auf den langjährigen »Welt«-Herausgeber Stefan Aust.

Maximale journalistische Freiheit

In seiner neuen Rolle soll Poschardt nun »als Autor, Podcaster und Creator maximale journalistische Freiheit nutzen und ganz auf ihn zugeschnittene Formate entwickeln«, wie es von Unternehmensseite hieß. Wer Nachfolger oder Nachfolgerin auf seinem bisherigen Herausgeberposten wird, ging aus den Angaben zunächst nicht hervor.

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