Berlin

TU eröffnet neues Kompetenzzentrum für Antisemitismusforschung

Autos parken vor dem derzeit wegen baulicher Mängel geschlossenen Hauptgebäude der Technischen Universität (TU) Berlin. Foto: picture alliance/dpa

Die Technische Universität Berlin (TU) eröffnet am Mittwoch (20. Mai) ein neues Kompetenzzentrum für die Antisemitismusforschung. Neu sind Räumlichkeiten der Reinhard-Rürup-Bibliothek des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) und das Arthur Langerman Archiv für die Erforschung des visuellen Antisemitismus (ALAVA), wie die Hochschule in Berlin mitteilte.

Nach umfassendem Umbau stünden künftig rund 55.000 Bücher und Zeitschriften sowie etwa 11.000 visuelle Antisemitika für Forschung und Lehre zur Verfügung. Die einzigartige Sammlung aus sechs Jahrhunderten stiftete der belgische Diamantenhändler Arthur Langerman dem ZfA. Als weltweit größte Sammlung antisemitischer Bilddarstellungen dokumentiere sie die historische Verbreitung judenfeindlicher Bildsprache und mache Kontinuitäten solcher Stereotype bis in die Gegenwart sichtbar, hieß es nach eigenen Angaben.

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Der 1942 in Antwerpen geborene Arthur Langerman begann mit dem Prozess gegen den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem mit dem Sammeln von Antisemitika. 2017 überführte er die Sammlung in eine gemeinsame Stiftung mit der TU, um sie der Forschung und Lehre zur Verfügung zu stellen. epd

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