Nach Eklats

Präsidentin der TU Berlin abgewählt

Geraldine Rauch, noch Präsidentin der TU Berlin Foto: picture alliance/dpa

Die umstrittene Präsidentin der Technischen Universität (TU) Berlin, Geraldine Rauch, ist abgewählt worden. Der Erweiterte Akademische Senat der TU wählte Fatma Deniz zur neuen Präsidentin, wie eine Sprecherin der Universität sagte. Ursprünglich waren fünf Kandidatinnen und Kandidaten zu der turnusmäßigen Wahl angetreten, nach dem ersten Wahlgang zogen drei ihre Kandidatur jedoch zurück. 

Deniz‘ Amtszeit beginnt am 1. April 2026 und beträgt vier Jahre. Als Vizepräsidentin der TU war sie bisher für die Bereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit zuständig. 

Mehrere Kontroversen um Rauch

Geraldine Rauch war seit dem 1. April 2022 im Amt. Sie hatte während ihrer Amtszeit wiederholt für Kontroversen gesorgt. Nachdem die Mathematik-Professorin im Frühjahr 2024 einen antisemitischen Post im Kontext des Gaza-Kriegs auf der Plattform X mit einem »Gefällt mir« markiert hatte, hagelte es Kritik, unter anderem vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und dem Zentralrat der Juden. Einige forderten ihren Rücktritt. Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) strich Rauch aus seinem Beraterkreis. Rauch entschuldigte sich später und hielt an ihrem Amt fest - obwohl eine knappe Mehrheit des Akademischen Senats der Hochschule sich damals für einen Rücktritt ausgesprochen hatte. dpa

Antibes

Frankreich und Italien streben neue Libanon-Mission an

Wie könnte die internationale Unterstützung für den Libanon nach dem Abzug der UN-Blauhelme aussehen? Frankreich und Italien wollen eine neue Koalition anführen

 26.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026

Hamburg

Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?

Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben

 26.06.2026

Magdeburg

Höchststrafe für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

Bei dem Anschlag 2024 kamen sechs Personen ums Leben; Hunderte wurden verletzt. Jetzt steht das Urteil fest

 26.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Thüringens Innenminister fordert AfD-Verbotsverfahren

In einem Gutachten begründen Juristen ihre Einschätzung besonders mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Hamburg

Wie ein iranischer Jude auf Israel und den Iran blickt

Armin Levy ist Jude, Perser und Hamburger. Bei den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran glaubt er nicht an echten Frieden. Warum er jedes Abkommen mit dem Mullah-Regime ablehnt

von Christiane Tauer  25.06.2026

Berlin-Neukölln

Martin Hikel rügt Bildungsstadträtin

Janine Wolter hatte auf Instagram die Story eines israelfeindlichen Aktivisten gepostet

 25.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  25.06.2026