Brandenburg

Antisemitismusbeauftragter Büttner für schärferes Strafrecht

Andreas Büttner Foto: picture alliance/dpa

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner hat sich für eine Verschärfung des Strafrechts gegen Judenfeindlichkeit ausgesprochen. Er unterstütze entsprechende Forderungen des scheidenden Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, erklärte Büttner am Montag in Potsdam.

Klein hatte zuvor unter anderem verlangt, die Unterstützung ausländischer Terrororganisationen in jeglicher Form unter Strafe zu stellen und dem Zoll weitergehende Befugnisse gegen Terrorfinanzierung einzuräumen.

Büttner betonte, wer auf offener Straße einen Massenmord bejubelt oder die Symbole einer Terrororganisation zur Schau stellt, übe keine Meinungsfreiheit aus, sondern bedrohe Menschen. Das Strafrecht müsse diese Grenze klarer ziehen. Zugleich warnte er davor, die Debatte über ein schärferes Strafrecht auf importierten oder islamistischen Antisemitismus zu verengen.

Judenhass »wohnt seit Generationen im Land«

In Brandenburg habe zuletzt fast jeder zweite dokumentierte Vorfall einen rechtsextremen oder rechtspopulistischen Hintergrund gehabt, betonte der Antisemitismusbeauftragte: »Der Judenhass, der uns hier am häufigsten begegnet, spricht Deutsch, wohnt seit Generationen im Land und tarnt sich als Schlussstrichforderung, als Geschichtsrelativierung, als Witz am Stammtisch.«

Büttner forderte zudem wie Klein, Antisemitismusprävention verbindlich in die Lehrkräftebildung aufzunehmen. Lehrkräfte müssten Antisemitismus in seinen alten und neuen Erscheinungsformen erkennen können, auch wenn er sich »als Israelkritik, als Kapitalismuskritik oder als vermeintlich harmlose Bemerkung über die Vergangenheit« tarne. epd

Spremberg/Forst

Stolpersteine gestohlen

Der Staatsschutz ermittelt

 24.08.2026

Norwegen

Wandbild in Oslo ehrt palästinensische Terroristin

Ein überdimensionales Wandbild im Zentrum der norwegischen Hauptstadt zeigt unter anderen die frühere PFLP-Terroristin Leila Khaled, die von der verantwortlichen Gruppe als »Widerstandskämpferin« bezeichnet wird

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026

Würdigung

Hamburg ehrt Esther Bejarano und Jina Mahsa Amini

In der Hansestadt gibt es künftig eine Esther-Bejarano-Straße und einen Jina-Mahsa-Amini-Park

 24.08.2026

Die schwedischen Linken-Politiker Hanna Gedin und Jonas Sjöstedt

Jerusalem

Israel verweigert zwei schwedischen EU-Abgeordneten die Einreise

Jonas Sjöstedt und Hanna Gedin von der schwedischen Linkspartei wollen in der vergangenen Nacht anreisen, um die Palästinensische Autonomiebehörde zu besuchen

 24.08.2026

Hand zeigt ein Smartphone mit dem ChatGPT Logo vor rotem Hintergrund

Künstliche Intelligenz

Sam Altmans ChatGPT zeigt ab heute Werbung

Einige User werden von nun an Werbung sehen. Wie werden gesuchte Antworten von Anzeigen getrennt?

 24.08.2026

MIttlerer Osten

Iran warnt USA vor Wirtschaftskrieg - und droht Golfstaaten

Im Iran-Krieg wird aktuell nicht gekämpft. Washington will Teheran wirtschaftlich in die Knie zwingen. Der Iran gibt sich selbstbewusst - und droht den USA und ihren Verbündeten mit Konsequenzen

 24.08.2026

Teheran

Erneut Hinrichtung nach Massenprotesten im Iran

Die iranische Führung schlug die Proteste im Januar brutal nieder. Seitdem werden immer wieder Menschen exekutiert. Die Hinrichtungen sind auf einem Rekordniveau

 23.08.2026