Auszeichnung

Duisburger Musikpreis für Igor Levit

Igor Levit Foto: picture alliance/dpa

Für sein künstlerisches und gesellschaftliches Engagement erhält der Pianist Igor Levit den diesjährigen Musikpreis der Stadt Duisburg. Levit zähle seit Jahren zu den prägendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation, teilte die Stadt am Freitag mit. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 30. September in Duisburg verliehen.

Der Pianist sei auf den großen internationalen Konzertpodien ebenso zu Hause wie in den zentralen Werken des klassischen Repertoires, hieß es. Zugleich positioniere sich der 1987 geborene Künstler mit großer Klarheit gegen Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung und nutze seine Bekanntheit für gesellschaftliche Debatten. Oberbürgermeister Sören Link (SPD) betonte, der Preisträger zeige, »dass Kunst Haltung haben kann, ohne ihre Offenheit zu verlieren«. Levit ist seit 2019 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Persönlich mit dem Ruhrgebiet verbunden

Mit dem Ruhrgebiet verbinde Igor Levit zudem eine persönliche Geschichte, hieß es. Als seine Familie Mitte der 1990er Jahre aus dem russischen Nischni Nowgorod nach Deutschland kam, führte sie ihr Weg zunächst nach Dortmund. Regelmäßig kehrt Levit für Konzerte seitdem in die Region zurück, unter anderem zum Klavier-Festival Ruhr. In der Saison 2026/27 wird der 39-Jährige darüber hinaus mit einem besonderen Beethoven-Projekt nach Duisburg kommen: Für »Alles Beethoven« spielt er sämtliche 32 Klaviersonaten des Komponisten ein.

Lesen Sie auch

Der Musikpreis der Stadt Duisburg wurde 1990 ins Leben gerufen und wird jährlich vergeben. Bisherige Preisträger waren unter anderem Pina Bausch und Yehudi Menuhin. epd

"Es ist kein Einzelfall, dass jungen Frauen die Kette mit dem Davidstern vom Hals gerissen wird": Ute Cohen

Literatur

Kein Licht im Club der Versehrten

Ute Cohen zeigt in ihrem neuen Roman »Willents Brut« wie die deutschen Dämonen in einer Nachkriegsfamilie zerstörerisch nachwirken

von Stefan Meetschen  25.09.2026

Berlin

Vor 70 Jahren lief »Das Tagebuch der Anne Frank« auf deutschen Bühnen

Ihr Tagebuch gehört zur Weltliteratur. Das gleichnamige Theaterstück polarisierte dagegen

von Nikolas Ender  25.09.2026

Yotam Ottolenghi

Auch einfach lecker

Der israelisch-britische Koch hat sein neues Buch »Simple Too« in Berlin vorgestellt

von Katrin Richter  25.09.2026

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

UEFA Nations League

Wirbel um Eckfahnen-Jubel nach Gelb-Rot für Israels Stürmer

Der israelische Stürmer Sayed Abu Farkhi schnappte sich beim Torjubel im Spiel gegen Österreich die Eckfahne - und wurde daraufhin vom Platz gestellt

 25.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  25.09.2026

Berlin

Iris Berben: Antisemitismus entschieden entgegentreten

In Lesungen, Schulbesuchen oder öffentlichen Diskussionen tritt die Schauspielerin unermüdlich für jüdisches Leben ein. Dafür wurde sie nun ausgezeichnet - und erhält emotionale Worte von Igor Levit

 25.09.2026

Los Angeles

Rapper Macklemore kündigt »Free Palestine Tour« in Europa an

Wegen israelfeindlicher Äußerungen wurde der US-Rapper aus dem Vorprogramm der Tour von Popstar Ed Sheeran gestrichen. Jetzt kündigt er drei europäische Auftritte an

 25.09.2026

TV-Tipp

Jonah Hill in tollem Sportdrama: »Die Kunst zu gewinnen - Moneyball«

Film über ein Baseball-Team aus anderswo aussortierten Spielern

von Jan Lehr  24.09.2026