Berlin

Igor Levit: Fünf Prokofjew-Konzerte an drei Abenden

Igor Levit bei einem Solidaritätskonzert gegen Judenhass im Jahr 2024 in der Hamburger Elbphilharmonie Foto: picture alliance/dpa

In Berlin beginnt der Frühling mit Sergej Prokofjew. Gleich drei besondere Konzertabende mit Igor Levit und dem von Iván Fischer geleiteten Budapest Festival Orchestra sind in der Philharmonie geplant. Gespielt werden fünf Werke des russischen Komponisten.

Am 23. März findet der erste Abend statt, in dessen Rahmen das Klavierkonzert Nr. 1 in Des-Dur auf dem Programm steht. Prokofjew selbst spielte es erstmals 1912 in St. Petersburg. Experten zufolge besticht das Werk mit rasanten Läufen und jugendlicher Kühnheit.

Auch sein technisch höchst anspruchsvolles Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 in G-Dur steht auf der Liste, ebenso wie Prokofjews Symphonie Nr. 5 in B-Dur. Letzteres triumphales, energisches und gleichzeitig emotional tiefgründiges Werk rundet den ersten Abend ab.

Drei Orangen

Schon am nächsten Abend, dem 24. März, werden Igor Levit und seine Orchesterkollegen erneut die Bühne des Großen Saals der Philharmonie in Beschlag nehmen. Dieses Konzert beginnt mit Prokofjews Ouvertüre über hebräische Themen, bevor das Klavierkonzert Nr. 3 in C-Dur in all seiner Pracht ertönt. Es handelt sich um eines seiner populärsten Werke.

Die Ballett-Suite aus »Cinderella«, aus der Levit und das Orchester Auszüge spielen wollen, variiert von schwebender Romantik bis hin zu lebhaften, leicht grotesken Momenten. »Sie zeigt Prokofjews einzigartige Fähigkeit, Erzählung, Charakterzeichnung und Musik zu vereinen, ohne die Virtuosität zu vernachlässigen«, erklärten die Veranstalter der drei Abende.

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Das dritte Konzert am 25. März verbindet Prokofjews Suite »Die Liebe zu den drei Orangen« mit seinem Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 in g-Moll mit ungewohnten Rhythmen und extremen Läufen sowie dem Klavierkonzert Nr. 4 in B-Dur, das erst nach dem Tod des Komponisten in Berlin uraufgeführt wurde, und der charmant-eleganten Symphonie Nr. 1 in D-Dur.

Zahlreiche Preise

Igor Levit, 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren, gehört zu den international profiliertesten Pianisten seiner Generation. Der deutsch-russische Jude, der früh Klavierunterricht erhielt, lebt in Berlin und ist Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Sein Repertoire reicht von Bach über Beethoven bis Liszt und offensichtlich Prokofjew.

Levit gastiert weltweit und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Gilmore Artist Award, dem Beethoven-Ring, dem Bundesverdienstkreuz sowie dem Buber-Rosenzweig-Preis. 2020 wurde er bei den Gramophone Classical Music Awards als »Artist of the Year« geehrt.

Zudem äußert sich Levit regelmäßig zum grassierenden Judenhass und anderen gesellschaftlichen und politischen Fragen.

Die drei Prokofjew-Abende finden nur in Berlin statt. Tickets zu Preisen von 75 bis 150 Euro sind bei der Philharmonie verfügbar.

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