Berlin

Einsatz gegen Judenhass: Iris Berben erhält Deutschen Kulturpolitikpreis

Iris Berben bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises im Mai Foto: picture alliance/dpa

Die Schauspielerin Iris Berben (»Der Spitzname«, »Triangle of Sadness«) wird mit dem Deutschen Kulturpolitikpreis 2026 ausgezeichnet. Der Deutsche Kulturrat würdigt damit Berbens Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus, wie es in einer Mitteilung hieß.

»Iris Berben zeigt seit Jahrzehnten, welche gesellschaftliche Kraft Künstlerinnen und Künstler entfalten können, wenn sie ihre öffentliche Stimme auch für andere erheben. Sie widerspricht, wo Schweigen bequem wäre, und macht deutlich, dass die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus eine dauerhafte Aufgabe unserer Gesellschaft ist«, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann.

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Die 75-Jährige erinnere mit Lesungen, Schulbesuchen, öffentlichen Diskussionen und Reden an die Verbrechen des Nationalsozialismus, trete für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens ein und widerspreche Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit, hieß es in der Mitteilung. »Erinnerungskultur versteht sie dabei nicht allein als Bewahrung der Vergangenheit, sondern als demokratische Aufgabe der Gegenwart.«

Laudator Igor Levit

Der Preis werde Berben am 24. September in der Staatsbibliothek zu Berlin verliehen. Die Laudatio soll der Pianist Igor Levit halten.

Der Deutsche Kulturpolitikpreis wird seit 2021 verliehen, zuvor hatte der Deutsche Kulturrat den »Kulturgroschen« vergeben. Im vergangenen Jahr war der Preis an die frühere Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) gegangen.

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