Trauer

»Teheran«-Produzentin Dana Eden stirbt mit 52 Jahren

Dana Eden (1973 - 2026) Foto: picture alliance / Evan Agostini/Invision/AP

Trauer

»Teheran«-Produzentin Dana Eden stirbt mit 52 Jahren

Sie wurde tot in ihrem Hotelzimmer in Athen aufgefunden

 16.02.2026 14:54 Uhr

Die israelische Fernsehproduzentin Dana Eden ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Sie wurde am Sonntag tot in ihrem Hotelzimmer in Athen aufgefunden, wo sie sich im Rahmen von Dreharbeiten aufhielt. Über den Todesfall berichteten zunächst griechische Medien.

Das Produktionsunternehmen Dana and Shula Productions reagierte mit Bestürzung: »Wir sind schockiert und zutiefst erschüttert über den frühen Tod unserer geliebten Freundin und Partnerin Dana Eden«, hieß es in einer Erklärung. Eden sei eine international anerkannte Produzentin gewesen, die mehr als drei Jahrzehnte in der Branche gearbeitet und zahlreiche Auszeichnungen gewonnen habe – darunter einen International Emmy für die Serie Tehran (deutscher Titel: Teheran).

Eden zählte zu den prägendsten Figuren der israelischen Fernsehindustrie. Gemeinsam mit Shula Spiegel produzierte sie die prämierte Spionageserie, die zunächst in Israel beim öffentlich-rechtlichen Sender Kan lief und später von Apple TV+ übernommen wurde. Der Deal mit dem Streaminganbieter galt als Meilenstein für israelische Serienproduktionen und hatte ein Volumen in Millionenhöhe.

Haus beliehen

Geboren im September 1973, besuchte Eden die renommierte Thelma Yellin High School of the Arts. Ihr Vater gründete früh eine Produktionsfirma in ihrem Namen, in die sie Mitte der 1990er Jahre eintrat und die sie später leitete, nachdem er an Parkinson erkrankt war. Neben Teheran verantwortete sie zahlreiche weitere Serien und Formate, darunter Mary Lou, Not in Front of the Kids und Mother’s Day.

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In einem Podcast-Interview aus dem Jahr 2023 schilderte Eden die schwierige Entstehungsgeschichte von Teheran. Wegen Verzögerungen bei Steuererstattungen während der Corona-Pandemie seien Finanzierungslücken in Millionenhöhe entstanden. Sie habe ihr Haus beliehen, um die Produktion fertigzustellen: »Wir sind beide verrückt, unverantwortlich optimistisch und gehen wahnsinnige Risiken ein«, sagte sie damals über sich und ihre Partnerin.

Der Erfolg gab dem Produzentenduo später recht: 2021 kam der Emmy Award für die beste Dramaserie. In ihrer Dankesrede erklärte Eden, die Serie vermittle Hoffnung darauf, »dass Israelis und Iraner eines Tages in Jerusalem und Teheran als Freunde und nicht als Feinde miteinander umgehen können«.

Realität und Serie

Zuletzt war sie Berichten zufolge weiterhin eng in die Arbeit an der Serie eingebunden, deren vierte Staffel nach dem 7. Oktober 2023 zunächst verschoben worden war. Eden sprach immer wieder über die Parallelen zwischen realen Ereignissen und der fiktionalen Handlung: »Wir schreiben Drehbücher und denken ständig darüber nach, ob die Realität die Serie überholt oder die Serie die Realität«, sagte sie.

Dana Eden hinterlässt ihren Sohn Gur Eden, der als Schauspieler arbeitet. im

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