Ukraine

Selenskyj: »Pessach handelt vom Sieg der Freiheit«

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, hier Anfang April in Kyiv Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Anlässlich des Pessachfestes hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zahlreiche aus dem gesamten Land angereiste Rabbiner und Gemeindevertreter in seinem Kyjver Amtssitz empfangen. Neben Rabbiner Meir Stambler, Ratsvorsitzender der Föderation Jüdischer Gemeinden der Ukraine, nahmen unter anderem auch sein Stellvertreter, Rabbiner Raphael Rutman, sowie Ukraines Militärrabbiner Yakov Sinyakov an dem Treffen teil.

In seiner auf Instagram veröffentlichten Ansprache gratulierte Selenskyj den Jüdinnen und Juden in der Ukraine und der gesamten Welt zu Pessach und wünschte ihnen und ihren Familien Gesundheit. Der ukrainische Präsident dankte den versammelten Rabbinern und Gemeindevertretern für ihre Unterstützung des gesamten ukrainischen Volkes, ihre Gebete für die Ukraine sowie für ihre Arbeit in den jüdischen Gemeinden. »Pessach handelt vom Sieg der Freiheit«, sagte Selenskyj. Genau dafür kämpfe die gesamte Ukraine heute, so der Präsident des von der Russischen Föderation angegriffenen Landes.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Meir Stambler überreichte Wolodymyr Selenskyj die erste vollständig ins Ukrainische übersetzte Tora. Die zweisprachige Ausgabe wurde in Charkiw hergestellt – trotz andauernden russischen Beschusses der ostukrainischen Großstadt und der beteiligten Druckerei, wie die Gemeindeförderation und der ukrainische Präsident in ihren Instagram-Posts betonten. Meir Stambler bezeichnete die erstmalige Übersetzung der Tora ins Ukrainische als »geistige Stütze für das Land« und als »Schritt zu einem gerechten Frieden«.

Da vor allem die älteren Mitglieder der über 150 von Chabad betreuten jüdischen Gemeinden in der Ukraine keine ausreichenden Hebräischkenntnisse haben dürften, sind zweisprachige Tora-Ausgaben unverzichtbar. Ebenso wie in Deutschland sind in den ukrainischen Synagogen bislang wohl russische Übersetzungen zum Einsatz gekommen. In den vergangenen Jahren hat die in Dnipro ansässige Gemeindeföderation nach eigenen Angaben Gebetbücher, Tehilim sowie ukrainischsprachige Kinderbücher verlegt und den Gemeinden zur Verfügung gestellt.

Lesen Sie auch

Einige dieser Bücher brachten die Rabbiner und Gemeindevertreter zum Treffen mit Wolodymyr Selenskyj mit. Die vom Gemeindeverband auf Instagram veröffentlichten Fotos zeigen einen regen Austausch zwischen dem ukrainischen Präsidenten und seinen Gästen. Im Beisein von Meir Stambler und Militärrabbiner Yakov Sinyakov signierte Selenskyj zudem ukrainische Flaggen. In einer Zeit, in der die Ukraine um ihre Existenz kämpfe, käme solchen Begegnungen ein besonderes Gewicht zu, betonte die Gemeindeföderation: Sie demonstrierten Einigkeit, gegenseitigen Respekt und Unterstützung.

USA

Die berühmteste Nähmaschine der Welt

Vor 175 Jahren ließ Isaac M. Singer seine »Sewing Machine« patentieren – und löste damit in der Textilindustrie und in Privathaushalten eine Revolution aus

von Sarah Thalia Pines  17.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Los Angeles

Rekord-Deal in der NBA: Iger und Kushner kaufen die LA Lakers

Die beiden jüdischen Geschäftsmänner Bob Iger und Joshua Kushner übernehmen das Basketball-Team für 12,5 Milliarden US-Dollar

 16.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Antisemitismus

»Schade, dass Hitler den Job nicht vollendet hat«

Ein Mann aus Irland äußerte sich bei einer Begegnung mit jüdischen Touristen in einem französischen Supermarkt antisemitisch und drohte dem Paar gar mit Erschießung.

 14.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Italien

Ein Tempel für alle

Über der Biennale in Venedig schwebt eine Synagoge. Was sich die ukrainische Künstlerin Anna Kamyshan dabei dachte und wie sie es geschafft hat

von Sophie Albers Ben Chamo  13.08.2026

Judenhass

Tourist mit Kippa in Rom zweimal attackiert

Antisemitische Vorfälle in Italien nehmen seit Jahren zu. Nun wurde ein junger Tourist in der Hauptstadt gleich zweimal angegriffen. Er trug eine Kippa

von Severina Bartonitschek  12.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Familie befürchtet das Schlimmste

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter gibt es neue Details. Unter anderem über die Unterkunft in Wien. In Israel wurde eine Nachrichtensperre erlassen

 12.08.2026 Aktualisiert